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Elbmarscher Ratsherr will Bedarf für Ladestationen für Elektrofahrzeuge prüfen lassen

Ratsherr Dr. Jörn Lütjohann (Foto: archiv/ce)
ce. Elbmarsch. "Gibt es auf dem Gebiet der Samtgemeinde Elbmarsch einen Bedarf für eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge?", "Könnte eine Schnellladestation mit Unterstützung der Samtgemeinde errichtet werden?": Diese Fragen soll die Verwaltung prüfen, beantragte jetzt Ratsherr Dr. Jörn Lütjohann (CDU) aus Marschacht. Er will außerdem geklärt wissen, was die Installation einer Ladestation kosten würde, ob sie zusätzlichen Pkw-Verkehr zu Lasten der Bevölkerung zur Folge hätte und welche öffentlichen Förderungsmöglichkeiten es gebe.
Derzeit sind in Deutschland laut Lütjohann rund 26.000 rein batteriebetriebene E-Fahrzeuge und etwa 4.800 Ladestationen registriert. Die Autoindustrie begründet die noch schleppende Nachfrage mit der nicht ausreichenden Versorgung mit Ladestationen. Mit EU-Mitteln aus dem Verkehrsförderprogramm transeuropäische Netze (TENT-T) soll der Bau von Schnellladestationen unterstützt werden. Vorgesehen ist unter anderem, entlang der wichtigsten Autobahnen, die die Niederlande, Dänemark, Schweden und Deutschland verbinden, im Rahmen eines Pilotprojektes ein offen zugängliches Netz von Ladestationen für E-Fahrzeuge anzubieten.
Lütjohann rechnet vor, dass ein elektrisch betriebener Pkw für einen Ladevorgang sechs Stunden benötigt, um 150 Kilometer fahren zu können. "Um umweltbewussten Autofahrern auch längere Touren und Urlaubsreisen mit abgasfreien Autos zu ermöglichen, ist ein dichtes Netz von Stromtankstellen erforderlich. Eine Schnellladestation verkürzt das Aufladen auf höchstens 30 Minuten", so der Christdemokrat.
Für die Samtgemeinde Elbmarsch könnte er sich eine Ladestation auf dem Park+Ride-Parkplatz in Rönne direkt an der B404 vorstellen. In Betracht kämen aber auch Standorte in der Nähe von Supermärkten oder Gaststätten. Lütjohann: "Auch könnte die Nutzung einer Schnellladestation zu einem Kaufkraftzuwachs für die Gastronomie- und Handelsbetriebe in der Elbmarsch führen."