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"Elbmarschkultur" ist Geschichte: Förderverein hat sich nach 26 Jahren aufgelöst

Dank und Blumen zum Abschied: Vereinschefin Irmtraud Viertel auf der letzten Jahreshauptversammlung
ce. Marschacht. Der "Förderverein Elbmarschkultur" ist Geschichte. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung im "Marschachter Hof" in Marschacht beschloss der 1988 ins Leben gerufene Verein seine Auflösung, nachdem die Gründerin und bisherige Vorsitzende Irmtraud Viertel (72) aus Tespe sowie der übrige Vorstand zurückgetreten waren und sich keine Nachfolger für die neu zu besetzenden Posten fanden.
"Die Tür des Kulturtreffpunktes ist für immer geschlossen. Neue kulturelle Aktivitäten sind auf Dauer nur möglich, wenn es kein Mobbing, keine Intrigen und keine Erpressung gibt", erklärte Irmtraud Viertel. Mit den deutlichen Worten spielte Viertel auch auf Auseinandersetzungen mit dem auch an den 2013 neu gegründeten Förderverein "WIR - Kunst und Kultur in der Elbmarsch", zu dem zahlreiche der ursprünglich 300 Mitglieder von Viertels Initiative inzwischen gewechselt sind. Ursachen dafür waren unter anderem attraktivere Räumlichkeiten und eine nach Ansicht der Abwanderer demokratischere Entscheidungsfindung bei "WIR". Zudem sorgten Querelen um das "Elbmarschkultur"-Domizil und unterschiedliche Auffassungen über die Vorstandsarbeit dafür, dass ab dem Jubiläumsjahr 2013 - so Irmtraud Viertel - "über unserem Verein immer dunklere Wolken aufzogen".
Trotz der Differenzen in der jüngsten Vergangenheit zog Irmtraud Viertel für sich eine insgesamt positive Bilanz ihres Wirkens als Vorsitzende. "Die Arbeit war eine Bereicherung für mich. Es hat sich gelohnt, weil viele neue kreative Gruppierungen entstanden sind", sagte sie. Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth bedankte sich bei ihr für das Engagement. Mit Blick auf die Entstehung vielfältiger Arbeitskreise aus dem Förderverein Elbmarschkultur heraus sowie auf Viertels Einsatz bei der Entwicklung des Skulpturenparks in Marschacht und bei der (inzwischen wieder eingestellten) Wahl der Maiblumenkönigin betonte er: "Sie haben viel bewegt!" Er schlug der Versammlung vor, als Anerkennung dieses Lebenswerkes möglichst zeitnah eine offizielle Verabschiedung von Irmtraud Viertel als Kulturchefin zu veranstalten.