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"Ende der Fahnenstange ist in Marschacht erreicht"

Übergabe des Förder-Appells (v. li.): Jan von Gartzen, Fritz Bockey, Dr. Jörn Lütjohann, Robert Schumann, André Bock und Heiko Scharnweber
ce. Marschacht. "Bei den finanziellen Mitteln der Gemeinde Marschacht für ihre Kindergärten ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Diese Einrichtungen müssen vom Landkreis und vom Land stärker gefördert werden." Das sagt Robert Schumann, Vorsitzender der Marschachter CDU-Fraktion. Um ihrer Forderung nach finanzieller Unterstützung Nachdruck zu verleihen, übergaben Schumann und die Fraktionsmitglieder Fritz Bockey, Jan von Gartzen und Heiko Scharnweber kürzlich Briefe mit entsprechenden Appellen an den Kreistagsabgeordneten Dr. Jörn Lütjohann aus Marschacht und an den Landtagsabgeordneten André Bock (Winsen).
"Die CDU-Fraktion sieht mit Sorge die ständig steigenden Aufwendungen zur Kinderbetreuung in unserer Gemeinde", so Robert Schumann. Die vorhandenen Angebote dürften jedoch nicht reduziert werden, sondern seien erforderlich und müssten in Zukunft kind- und elterngerecht weiter ausgebaut werden. Die Christdemokraten weisen in diesem Zusammenhang auf ein Haushaltsdefizit in der Gemeindekasse für 2013 bei den Tageseinrichtungen für Kinder von rund 600.000 Euro hin. Der Zuschuss vom Land wurde mit 144.200 Euro, der vom Kreis mit 27.600 Euro beziffert. Das Minus im Etat könne die Kommune noch durch Steuereinnahmen ausgleichen.
"Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die sich Bund, Land, Städte, Gemeinden und Landkreise gerecht teilen sollten", fordert Robert Schumann. Die im Landtag Ende 2012 beschlossenen Zuschusserhöhungen seien längst nicht ausreichend und müssten erheblich aufgestockt werden.
CDU-Landtagsabgeordneter André Bock kündigte an, der Personalkosten-Zuschuss für Kindergärten werde von der neuen Landesregierung laut Koalitionsvertrag von SPD und Grünen voraussichtlich erhöht. "Wir als Opposition werden da den Finger drauf haben", so Bock. Kreistagsmitglied Dr. Jörn Lütjohann versprach, er wolle sich im Gremium dafür einsetzen, den CDU-Antrag auf stärkere Förderung "mehrheitsfähig zu machen".