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Kleiderkammer ist feste Größe der Flüchtlingshilfe in der Elbmarsch

Leiten die Kleiderkammer für Flüchtlinge: Initiatorin Marianne Debrodt (re.) und Antje Natz (Foto: Samtgemeinde Elbmarsch)
ce. Elbmarsch. Als feste Größe der Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde Elbmarsch hat sich die Kleiderkammer etabliert, die seit Ende vergangenen Jahres jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr für ihre „Kunden“ geöffnet hat. In zwei Containern vor dem Rathaus in Marschacht können sich die Asylbewerber mit Kleidung, Handtüchern und dergleichen versorgen.
„Angefangen hat alles in meinem Wohnzimmer“, berichtet Marianne Debrodt aus Tespe, Initiatorin der Kleiderkammer. „Mein Mann und ich wollten helfen und haben angefangen, Spenden privat anzunehmen. Wir haben sie zu Hause gesammelt, bis unser Wohnzimmer voll war.“ Eine erste Ausweichmöglichkeit wurde im Keller unter dem Archiv der Samtgemeinde gefunden. Dies war aufgrund der Feuchtigkeit jedoch nicht der ideale Ort zum Lagern, Sortieren und Ausgeben von Kleidungsstücken. Ein großes Glück - so Debrodt - sei es dann gewesen, dass die Firma Siloco der Samtgemeinde zwei Container zunächst kostenlos zur Verfügung gestellt habe „So konnten wir die Bekleidung warm und trocken bereitstellen. Auch für unseren Helferkreis und die Menschen, die zu uns kommen, ist der helle Container viel angenehmer“, sagt sie erleichtert.
Im Laufe der Zeit hat sich um Marianne Debrodt, die hauptberuflich beim Erzbistum Hamburg tätig ist, ein fleißiges Team von überwiegend weiblichen Helfern gefunden. Gegenwärtig besteht der Helferkreis aus rund 15 ehrenamtlichen Frauen. Den Dienstplan, der die Einsatztage regelt, erstellt Antje Natz, mit der sich Marianne Debrodt die Leitung der Kleiderkammer teilt. „Marianne war jeden Samstag hier und ich konnte stärker einsteigen, um sie etwas zu entlasten“, sagt Natz, die in Marschacht lebt und in einem Druck- und Medienhaus arbeitet.
Von den Flüchtlingen wird die Kleiderkammer sehr gut angenommen. Jeden Samstag schauen bis zu 40 Personen vorbei, um nach dringend benötigter Bekleidung zu suchen und mit den ehrenamtlich Aktiven ins Gespräch zu kommen.
Unerfreuliche Seiten hat die Arbeit in der Kammer jedoch auch. „Manche Menschen meinen, unsere Einrichtung diene zur Entsorgung zerrissener und völlig verschmutzter Kleidung. Da fällt es einem manchmal schwer, den guten Willen des Spenders zu erkennen“, bedauert Antje Natz das Verhalten. Danach gefragt, was sie sich für die Zukunft der Kleiderkammer am meisten wünschen würde, entgegnet sie spontan: „Was uns wirklich fehlt, sind Spenden.“
- Das Team der Kleiderkammer nimmt jeden Samstag zwischen 14 und 16 Uhr Spenden am Marschachter Rathaus an. Besonders benötigt werdeb derzeit Frühjahrs- und Sommerkleidung in den Größen S und M, Sportoutfits und Schuhe für Herren. Weitere Infos bei Marianne Debrodt (Tel. 04176 - 912061) und bei Antje Natz (Tel. 04176 - 944393).