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"Sand-Konvoi" für Hochwasserschutz am Deich in der Elbmarsch

Auf der Baustelle für die neue Straße für den Sandtransport nach Schwinde (v. li.): Norbert Thiemann, Rolf Twesten und Heiko Warnecke am Deich in Artlenburg (Foto: 4B Medienverlag)
ce. Elbmarsch. Rund 20.000 Kubikmeter Sand lässt der Artlenburger Deichverband in diesen Wochen aus dem Deichvorland bei Artlenburg per Lkw ins rund 15 Kilometer entfernte Elbmarsch-Dorf Schwinde transportieren. Dort soll mit der Fracht der Deich erhöht und so der Hochwasserschutz verbessert werden.
Konkret geplant ist die Erhöhung des Deiches um etwa 40 Zentimeter zwischen den Ortschaften Rönne und Schwinde. Die Außenböschung wird mit Deckwerkssteinen belegt und der Deichverteidigungsweg höher gelegt. Neben dem Sand werden weitere Baustoffe wie Mineralgemisch und Bordsteine angeliefert. Die gesamte Baumaßnahme wird bis Ende des Jahres andauern. Aufgrund der Sandboden- und Baustoffstransporte sowie der Bauarbeiten am Deich ist es aus Sicherheitsgründen erforderlich, den Deichverteidigungsweg im Bereich Rönne/Schwinde für Fahradfahrer und Fußgänger zu sperren. Eine entsprechende Umleitung ist ausgeschildert. Anlieger, die ihre Grundstücke über den Deichverteidigungsweg erreichen, können weiter dort fahren.
"Wir wollen den Ortskern von Artlenburg nicht über das Maß mit Lärm und Staub belasten, deshalb wird der Sand über eine neue Straße und zwei Rampen am Ortsrand abgefahren", sagt Norbert Thiemann, Geschäftsführer des Artlenburger Deichverbandes. Ganz ohne Lärmbelästigung werde der Abtransport dennoch nicht geschehen, räumt Artlenburgs Bürgermeister Rolf Twesten ein und bittet die Anwohner um Verständnis.
"Der im Deichvorland in Artlenburg gelagerte Sand kommt aus der Elbe. Er ist die Hinterlassenschaft der vergangenen starken Hochwasser, die ihn angespült haben", erklärt Heiko Warnecke. Er ist Diplom-Ingenieur beim Niedersächsischen Landesbestrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg und Planer der Deicherhöhung in der Samtgemeinde Elbmarsch. Die Folge der Bodenanspülungen sei gewesen - so Warnecke -, dass die Fahrrinne für die Schiffe versandete. Mit Schwimmbaggern habe daraufhin das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg den Sand aus der Rinne geschaufelt und dem Deichverband für den Deichbau überlassen.