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Verkehrserziehung für Asylbewerber

Harald Barrenschee (re.) schulte die Asylbewerber in Sachen Verkehrssicherheit
thl. Drennhausen. "Was bedeutet ein Stopp-Schild?", "Wie sieht ein verkehrssicheres Fahrrad aus?", "Wie verhalte ich mich als Radfahrer und Fußgänger an Ampeln und Zebrastreifen?" - Diese und andere Fragen erläuterte Harald Barrenschee von der Polizei Marschacht jetzt den 23 in Drage untergebrachten Asylbewerbern. Die Schulung fand im Rahmen des Deutsch-Unterrichtes statt, den Dr. Wolfgang Knobel und Grete Voss - beides im Ruhestand befindliche Lehrkräfte - den von der Elfenbeinküste und aus Eritrea stammenden Asylanten erteilen.
"Neben der Verkehrserziehung wollte ich mich den Asylanten aber auch als 'Dorfsheriff' vorstellen", so Barrenschee. Denn es sei ihm wichtig, dass die jungen Männer die Polizei nicht als etwas Angsteinflößendes sehen. "Sie sollen wissen, dass man einem Beamten auch vertrauen kann", so Barrenschee.
Die Idee zu der ungewöhnlichen Unterrichtseinheit hatte Dr. Wolfgang Knobel: "Mein Arzt erzählte mir, dass die Asylbewerber oft mit dem Rad in Winsen unterwegs sind und nicht immer genau über die Verkehrsregeln Bescheid wissen." Er fragte bei Harald Barrenschee an, der sofort begeistert zusagte. Und wie klappte es mit der Verständigung? "Die jungen Männer verstehen schon viel Deutsch", sagt Barrenschee und lacht: "Ansonsten habe ich wahlweise auf Englisch oder Hände und Arme zurückgegriffen. Auf jedem Fall haben mich zum Schluss alle verstanden."