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Weiter Wirbel um Windkraft: Hitzige Debatte beim Infoabend in Tespe

Referenten der Bürgerinitiative: Ilka Schulze und Ehemann Wolfgang
ce. Tespe. Die Windenergie erhitzt weiterhin die Gemüter in der Elbmarsch. Deutlich wurde dies einmal mehr auf einer Infoveranstaltung, zu der die Bürgerinitiative (BI) gegen Windkraft Tespe jetzt in die örtliche Schützenhalle eingeladen hatte. Thema war die umstrittene Errichtung eines Parks mit etwa sechs bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen, die die Bürgerwind Samtgemeinde Elbmarsch GmbH & Co. KG im Bereich zwischen Tespe, Avendorf und Bütlingen plant (das WOCHENBLATT berichtete). "Wir brauchen und wollen die Windkraft hier nicht", erklärten die BI-Referenten Ilka und Wolfgang Schulze sowie der Physiker Dr. Reinhard Strehlow. Die Lebensqualität der Bürger und die Natur würden sinnlos zerstört. Zudem würde der Rotmilan, eine streng geschützte, nach Angaben der BI im anvisierten Windkraft-Gebiet lebende Vogelart, stark gefährdet.
Ilka Schulze gab zu bedenken, dass die etwa 50 Kommanditisten der Bürgerwind-Gesellschaft womöglich noch nicht im Handelsregister eingetragen seien und in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung treten würden.
Daraufhin meldete sich Bürgerwind-Mitinitiator Günther Bock zu Wort. Er brauchte mehrere Anläufe, da man versuchte, dem Windkraft-Befürworter das Wort abzuschneiden. Bock betonte, dass sich nach der Erteilung der Baugenehmigung für den Park Bürger aus der Elbmarsch finanziell daran beteiligen und womöglich auch davon profitieren könnten. Die Kommanditisten hätten jeweils rund 10.000 Euro Risikokapital investiert, um die Kosten für die Parkplanung und Gutachten abzudecken. Sollte es sich herausstellen, dass der Rotmilan tatsächlich in der Region lebe, wäre dies ein "Killer-Kriterium" für den Windpark. Den Teilhabern der Bürgerwind-Gesellschaft - so Bock - sei bewusst, dass ihr eingesetztes Geld dann verloren sei.