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Wo steckt Meister Adebar? Verletzter Weißstorch aus Drage ist spurlos verschwunden

Auf dem Acker bei Drage: der dort "gestrandete" Weißstorch (Foto: oh)
ce. Drage. "Wo ist Meister Adebar?" Das fragen sich viele Menschen aus Drage und Umgebung, nachdem ein verletzter Weißstorch, der seit Oktober vergangenen Jahres auf einem Acker an der L215 zwischen Laßrönne und Drage lebte, am vergangenen Freitag verschwand.
"Spuren eines Kampfes gibt es nicht. Woanders hinzufliegen war dem Storch aufgrund seiner Verletzung auch nicht möglich. Womöglich hat ihn jemand aus Mitleid mitgenommen. Wir stehen vor einem Rätsel", sagt Ortrud Hock aus Drage. Sie gehört der Ortsgruppe Winsen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und hat sich bislang gemeinsam mit "Storchenvater" Hans Steinert aus Stelle um den Storch gekümmert.
Am 24. Dezember 2012 war das Tier vermutlich auf Nahrungssuche auf der Straße mit einem Auto zusammengeprallt und verletzte sich dabei. "Der Storch hat keinen Flügelbruch. Und er kann noch kurze Strecken fliegen", sagte Hans Steinert gegenüber dem WOCHENBLATT. Nähere Angaben zu den Verletzungen konnte er nicht machen, da der Storch weder ihn noch Ortrud Hock dicht an sich heranließ. Beide brachten ihm in den vergangenen Wochen regelmäßig Futter in einer Schüssel auf den Acker. Steinert war zuversichtlich, dass Adebar sich bis zum Frühjahr wieder berappeln würde, um dann weiterfliegen zu können.
Am vergangenen Freitag gegen 16.30 Uhr sah Ortrud Hock den Storch zuletzt auf dem Acker. Als sie gegen 20 Uhr dort noch einmal vorbeikam, war das Tier weg. "Ich würde viel darum geben, wenn ich wüsste, wo unser Storch ist."
- Wer Angaben zum Verbleib des Weißstorchs machen kann, meldet sich unter Tel. 04177 - 337 bei Ortrud Hock.