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Marschachter Grüne wollen mit Blühstreifen den Insektenrückgang stoppen

Grünen-Fraktionschef Malte Jörn Krafft (Foto: archiv / Krafft)
ce. Marschacht. Die Gemeinde Marschacht soll sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bezüglich der biologischen Insektenvielfalt bekennen und eine gemeindeeigene Fläche von einem halben Hektar Größe mit einem ein- bis mehrjährigen Blühstreifen bewirtschaften, wo sich Insekten niederlassen können. Diesen Antrag stellt die Grünen-Fraktion zur Beratung in Bauausschuss, Verwaltungsausschuss und Gemeinderat. Für das Projekt sollen 5.000 Euro an Haushaltsmitteln bereitgestellt werden.
Als Begründung ihres Antrags verweisen die Grünen auf eine internationale Studie, die - so Fraktionsvorsitzender Malte Jörn Krafft - einen "Rückgang von über 75 Prozent der Insekten in den letzten 27 Jahren" beschreibe. "Dieses massive Insektensterben liegt zum Teil in fehlenden Nist- und Futtermöglichkeiten begründet und erzeugt zukünftig womöglich starke Probleme für Mensch und Natur, indem Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft fehlt und Insektenfressern wie beispielsweise Singvögeln die Nahrungsquelle entzogen wird", erklärt Krafft. Auch Imker würden über immer schlechtere Honigernten und Trachtsituationen sowie über geschwächte Bienenvölker klagen.
Als Konsequenz hieraus solle die Gemeinde ihren wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend mit gutem Beispiel vorangehen und die Nahrungssituation für die Insekten durch Blühstreifen verbessern. Malte Jörn Krafft: "Es bleibt zu hoffen, dass die Bürger unserer Gemeinde diesem Beispiel folgen."