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Nach schweren Sturmschäden: Metronom fordert „Runden Tisch“ zu Grünmaßnahmen

Wegen Bäumen auf den Gleisen mussten beim Orkan „Xavier“ diese Fahrgäste des Metronom bei Jesteburg evakuiert werden (Foto: bim)
(jd/os). Ein Sturm fegt über das Land hinweg - und auf Tage ist der öffentliche Nahverkehr nahezu lahmgelegt: Wird das künftig dauernd so sein? Müssen sich Zigtausende Pendler und Bahnfahrer darauf einstellen, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Strecke bleiben“, wenn wieder ein Sturmtief für Stillstand im Bahnbetrieb sorgt? Noch immer hat die Region mit den Nachwehen von „Xavier“ zu kämpfen. Der Erixx auf der Heidebahnstrecke fuhr in den vergangenen Tagen unregelmäßig, Streckensperrungen gibt es auch noch beim Metronom. Das regionale Bahnunternehmen mit Sitz in Uelzen fordert nun die Einrichtung eines landesweiten „Runden Tisches Grünschnitt“.
„Die Unwetter haben gezeigt, dass der Handlungsbedarf entlang des niedersächsischen Eisenbahnnetzes groß ist“, erklärt Metronom-Sprecher Björn Pamperin. Das Netz des Metronom in der Nordheide und im Elbe-Weser-Raum ist von den jüngsten Sturmschäden besonders stark betroffen. Bäume krachten auf Gleise und Oberleitungen. „Bisher gab es glücklicherweise noch keine größeren Unfälle“, sagt Pamperin. Doch er fürchtet, dass künftig auch Menschen zu Schaden kommen könnten: „Wir müssen jetzt handeln.“
Pamperin sieht die DB Netz AG als Eigentümerin der Gleisanlagen in der Pflicht: „Die von Bäumen ausgehenden Gefahren müssen beseitigt werden.“ Sollte es dabei Pro­bleme mit dem Naturschutz geben, müsse im Interesse der Sicherheit aller Bahnfahrer eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Bahnunternehmen und Behörden müssten sich umgehend zusammensetzen.
Eine Forderung, der sich die CDU Buchholz anschließt. Sie hat beantragt, die Baumschutzsatzung der Nordheidestadt anzupassen. Diese habe so hohe Hürden geschaffen, dass sich die Deutsche Bahn als Grundstückseigentümer die meisten der als erforderlich angesehenen Baumfällungen entlang der Bahntrasse einzeln genehmigen lassen muss. Dadurch werde der präventive Baumschnitt vernachlässigt, kritisiert CDU-Ratsherr Christian Horend.