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Das Sahnehäubchen bekam Winsen nicht hin

Bei diesem Schmetterball von Robert Weichelt (li.) vom TSV Stelle war der Winsener Abwehrblock mit (v.l.): Tim Köller und Sascha Kalkan auf dem Posten
 
In Freundschaft! Gemeinsames Teamfoto der Volleyballer des TSV Stelle (stehend) und des TSV Winsen (vorne) nach dem Landesliga-Duell in der Sporthalle in Stelle

VOLLEYBALL: Der TSV ist als Landesliga-Meister in die Verbandsliga aufgestiegen – das Team des TSV Stelle hofft noch auf einen Relegationsplatz

(cc). Den Volleyballern des TSV Winsen ist es am vergangenen Samstag nicht gelungen, einer bislang äußerst gelungenen Landesliga-Saison das von Trainer Andreas Boltze geforderte Sahnehäubchen aufzusetzen. Im letzten Saisonspiel verlor das TSV-Team, das bereits als Meister fest stand, mit 2:3 beim Liga-Rivalen TSV Stelle. „Das ist schon ärgerlich, auch wenn es nicht mehr um den Verbandsligaaufstieg ging“, sagte der TSV-Coach nach dem Spiel.
„Damit ist meiner Mannschaft am letzten Spieltag der Saison die Sensation gelungen“, strahlte Robert Weichelt, Pressesprecher des TSV Stelle. Dem fügte er noch hinzu: „Es war ein nervenaufreibendes Spiel das nicht ausgeglichener hätte sein können. Ein herzlicher Glückwunsch an Winsen zum direkten Aufstieg in die Verbandsliga.“
So sportlich fair dieser Glückwunsch war, so sehr schmerzte er auch Winsens Trainer Andreas Boltze, der zum Saisonbeginn das Ruder in der Kreisstadt übernommen hatte. „Ja, ich ärgere mich wirklich über die unnötige Niederlage. Wir waren dran, aber Stelle hat am Ende verdient gewonnen“, sagte der TSV-Coach.
Die zahlreichen Zuschauer sahen in der Sporthalle in Stelle eine spannende Begegnung, die zwar die ganz große Volleyball-Güte vermissen ließ, dies aber durch Leidenschaft und Spannung ausglich. Vor allem dem gastgebenden TSV Stelle blieb auch gar nichts anderes übrig, als das zu machen, was die gesamte Saison immer wieder notwendig war: mit viel Einsatz den Ausfall verletzter Spieler durch diese unglaubliche Energieleistung zu kompensieren.
Von Beginn an spielte der gastgebende TSV Stelle im Angriff schwungvoll nach Zuspielen von Martin Wells und mit starken Aufschlägen, sowie einer von Libero Jens Tiedeman hervorragend organisierten Feldabwehr. Dagegen ging beim TSV Winsen nicht viel durch die Mitte. So überraschte Stelle schon im ersten Satz mit einem 25:18.
Der zweite Satz begann zwar auf Augenhöhe, aber nach einer überraschenden Aufschlagserie und mehr Konzentration beim Zuspiel gewannen die Winsener diesen Durchgang mit 25:19. Auch im dritten Satz schenkten sich beide Teams nichts. Am Ende siegte Winsen knapp mit 25:23. Auch der vierte Satz begann ausgeglichen. Da hatte Robert Weichelt vor diesem Durchgang noch gescherzt: „Da Winsen bereits als Meister feststeht, und seine weiße Weste bereits befleckt hat, ist jetzt für Stelle die Sensation greifbar nah.“ Stelle gewann diesen etwas glücklich mit 26:24. An diesem Erfolg war maßgeblich Diagonalangreifer Andreas Schulz beteiligt. Damit waren die Sätze wieder ausgeglichen (2:2). Jetzt ging es in den Tiebreak, in dem zum Seitenwechsel der TSV Stelle bereits mit 8:5 in Führung lag. In dieser entscheidenden Phase fehlte es dem Winsener Spiel an vor allem an Kontinuität. Einer guten Aktion folgte selten eine zweite oder dritte. Dadurch ging am Ende der Sieg mit 15:12 an den TSV Stelle.
Im zweiten Spiel des TSV Stelle gegen Walsrode wurde mit Jens Haase ein neuer Zuspieler gewechselt, der auch seine Mitspieler mustergültig in Szene setzte. Allerdings steckte den Gastgebern noch anstrengende Spiel gegen Winsen in den Beinen. Mit 25:20 ging der erste Satz an Stelle. Im zweiten Satz führte Walsrode bereits mit 17:13 als Mittelblocker Robert Weichelt mit präzisen Angaben die Partie zum 20:17 für den TSV drehte, der den Satz anschließend mit 25:22 gewann. Der dritte Satz begann ausgeglichen, aber am Ende machten die Außenangreifer des TSV, Jan Langschwager und Andre Nowak mit gefühlvollen Lobs und harten Angriffen das 25:23 perfekt.
Damit konnte das Steller Team an diesem Spieltag fünf Punkte holen, kam aber am Tabellenzweiten Schneverdingen nicht vorbei. Denn Schneverdingen hat aufgrund des besseren Satzverhältnisses den Relegationsplatz bereits sicher. Nur bei einem Verzicht der Schneverdinger könnte Stelle noch nachrücken.