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Staatsanwaltschaft sicher: Der Unfall war ein erweiterter Selbstmordversuch

Hat der Fahrer (30) des ausgebrannten Peugeots den Unfall absichtlich herbeigeführt? (Foto: Polizei)
tk. Kutenholz.

Dramatische Wende in den Ermittlungen zu dem Verkehrsunfall mit zwei lebensgefährlich verletzen Menschen am vergangenen Montag auf der K70 zwischen Kutenholz und Fredenbeck: Der Unfall war mit großer Wahrscheinlichkeit ein sogenannter erweiterter Suizidversuch. Der Fahrer (30) wollte mutmaßlich sich und seine Freundin (29) umbringen. Die beiden Insassen des Autos sollen zudem nicht angeschnallt gewesen sein.

"Die Selbstmordabsicht geht aus einer SMS an die Schwester des Mannes hervor", erklärt Kai Thomas Breas. Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade. Die Polizei ermittelt gegen den 30-Jährigen jetzt wegen versuchten Mordes.

Der Beifahrerin geht es nach Angaben von Breas besser. Es besteht keine Lebensgefahr mehr. Auch der Fahrer soll nicht mehr in Lebensgefahr schweben.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft habe er noch weitere Selbstmordversuche in einer Hamburger Klinik unternommen, sodass ein Unterbringungsbeschluss ergangen ist und sich der Unglücksfahrer jetzt in der Psychiatrie befindet. "Die Staatsanwaltschaft prüft, ob danach U-Haft angebracht ist", so Breas.

Wie berichtet, war der 30-Jährige nach einem Überholmanöver mit seinem Peugeot von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen prallte frontal gegen einen Baum und geriet in Brand.

Den ersten Artikel über den Unfall lesen Sie hier