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Zwei Flüchtlingsunterkünfte in Fredenbeck abgebrannt

(bc). Zwei Flüchtlingsunterkünfte sind in der Nacht zu Freitag in Fredenbeck abgebrannt: das frühere "Hotel Fredenbeck" und ein Teil der Containerwohnanlage neben dem Feuerwehrgerätehaus. In dem Hotel entstand erheblicher Sachschaden, sechs Container brannten vollständig aus. Die Polizei hält Brandstiftung für nicht ausgeschlossen.
Noch in der Nacht wurde ein 19-jähriger Asylbewerber aus dem Sudan, der selbst in einem Container wohnte, vorläufig in Gewahrsam genommen. Am Freitagmorgen (nach Redaktionsschluss) wurde er mit Hilfe eines Dolmetschers vernommen, ob und inwieweit er für einen der beiden Brände verantwortlich ist. "Genaue Ergebnisse werden nach den Recherchen der Brandexperten erwartet, die in den nächsten Tagen anlaufen", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach.
Gegen 1.20 Uhr wurden die Rettungskräfte zu dem ehemaligen Hotel an der Dinghorner Straße gerufen. In mehreren Räumen waren Gardinen und Möbel in Brand geraten. Die elf Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten, sie blieben unverletzt.
Noch während der Löscharbeiten wurde ein weiteres Feuer an der Bahnhofstraße gemeldet. Dort war in einem Containerkomplex ebenfalls ein Feuer ausgebrochen. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sechs der zwölf Container wurden komplett zerstört. Auch hier blieben alle zwölf Bewohner unverletzt. Der Gesamtschaden wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.
Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann sorgte noch in der Nacht dafür, dass die Flüchtlinge in anderen Unterkünften untergebracht wurden: "Wir hatten noch Reserven, Ehrenamtliche kümmern sich um die Asylbewerber."