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1,5 Millionen mehr Ausgaben im Nachtragshaushalt Fredenbeck

Kämmerer Rüdiger von Riegen (Foto: Archiv/sb)
am. Fredenbeck. Mit den ankommenden Flüchtlingen sind auch in der Samtgemeinde Fredenbeck Ausgaben notwendig geworden, die bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes zu Beginn des Jahres noch nicht abzusehen waren. Insgesamt 1,5 Millionen Euro muss die Samtgemeinde für das Jahr 2015 mehr veranschlagen, um die Unterbringung zu finanzieren. Mit 27 Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Samtgemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres den Nachtragshaushalt.
Die Ausgaben für den Kauf von Häusern und Containern sollen mit Krediten finanziert werden. War ursprünglich ein Kredit in Höhe von rund 500.000 Euro vorgesehen, wird sich die Samtgemeinde jetzt mit zwei Millionen Euro neu verschulden. Dabei sollen Immobilien erst nach einer sogenannten Wirtschaftlichkeitsprüfung erworben werden, so Kämmerer Rüdiger von Riegen und "der Rückfluss der eingesetzten Mittel, etwa durch Verkauf, soll über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren" erfolgen.
"Wir müssen in den sauren Apfel beißen", sagt Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann. Er machte bei der Sitzung klar, dass diese Ausgaben und die damit verbundene Verschuldung notwendig seien. Auf der anderen Seite warb er für die Investitionen: "Die Vermögenslage der Samtgemeinde verschlechtert sich nicht." Die Häuser oder zumindest die Grundstücke könnten später wieder verkauft werden. Bei einigen Immobilien, wie dem Haus in Mulsum, das neben dem Sportplatz liegt, biete sich zudem eine Nachnutzung an. Es sei unwahrscheinlich, dass die Samtgemeinde mit dem Erwerb der Häuser ein Minusgeschäft eingehe.