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Alter Marktweg bei Fredenbeck in schlechtem Zustand

Die Infotafel beim Alten Marktweg hat ihre besten Zeiten hinter sich (Foto: am)
am. Helmste. Die Schautafel beim "Alten Marktweg" an der L124 in Sandkrug, die eigentlich den Touristen und einheimischen Wanderern den Weg und die Geschichte erläutern sollte, liegt im Gebüsch, das Holz ist vermodert. Der historische Ochsenweg von dem ein Teil durch die Samtgemeinde Fredenbeck führt, scheint im Dornröschenschlaf zu liegen. Der "Alte Marktweg" stellte einst die einzige Verbindung von Bremerhaven nach Hamburg dar. Das WOCHENBLATT fragt nach, warum sich keiner um den Touristenpfad kümmert.
"Das ist ein Zustand, der geht nicht", sagt Reiner Klintworth, Erster Vorsitzender des Heimatvereins Helmste. Auch er sei kürzlich auf die zerstörte Infotafel aufmerksam geworden. Der gesamte Weg durch den Rüstjer Wald sei in einem traurigen Zustand. Auch eine Schautafel beim Windpark ist seit Längerem verschwunden. "Angeblich liegt sie beim Bauhof und sollte wieder aufgestellt werden", sagt Klintworth, "aber bisher ist nichts passiert."
Für die Pflege scheint niemand zuständig zu sein. Ursprünglich hatten vier Kommunen dem historischen Ochsenweg den Namen "Alter Marktweg" verliehen. Das war 1984. Damals hatten sich die Samtgemeinde Fredenbeck, die Börde Lahmstedt, die Gemeinde Horneburg und die Stadt Bremervörde zusammengetan und sich die Kosten für die Informationstafeln geteilt. Zudem wurden 75 Bronzegusstafeln auf Feldsteinen angebracht. Wer sich um die Pflege des "Alten Marktweges" kümmern soll, wurde damals nicht festgelegt. Jetzt scheint der alte Ochsenweg in Vergessenheit geraten zu sein. Nur wenige Bürger in der Samtgemeinde würden den Weg kennen, so Reiner Klintworth.
Er plant, in den nächsten Wochen den Marktweg abzulaufen und alle Stellen, an denen Handlungsbedarf ist, zu fotografieren. Außerdem möchte er sich mit der Geest Landtouristik Fredenbeck in Verbindung setzen, um so eventuell einen Plan für das weitere Vorgehen zu erarbeiten. "Der Alte Marktweg steht jetzt auf meiner Agenda", so der Hobbyhistoriker.