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Bares für Wildschäden

Björn Bellmann freut sich auf sein neues Ehrenamt

Björn Bellmann ist neuer ehrenamtlicher Sachverständiger in der Samtgemeinde Fredenbeck

sb. Fredenbeck. Wie eine "wilde Sau" hat das Wildschwein auf dem Acker gewütet, auf der Suche nach Futter den Boden aufgewühlt und dabei diverse Pflanzen zerstört. Zum Glück weiß Landwirt Erwin D., an wen er sich bezüglich des Schadens wenden muss: Denn laut Bundesjagdgesetz hat ihm die für seinen Bezirk zuständige Jagdgenossenschaft den Wildschaden zu ersetzen.

Bevor der Landwirt Bargeld sieht, muss die Höhe des Schadens geschätzt und ein Gutachten erstellt werden. Dafür ist jede Gemeinde verpflichtet, einen ehrenamtlichen Sachverständigen für Wild- und Jagdschäden zu berufen. Problem in der Samtgemeinde Fredenbeck: Dort war das Amt mehrere Jahre nicht besetzt. Bis gestern: Der Samtgemeinderat hat auf seiner Sitzung den landwirtschaftlichen Unternehmensberater Björn Bellmann (29) aus Harsefeld für das Ehrenamt verpflichtet.

"Seit unser ehemaliger Sachverständige Lüder Willenbockel vor einigen Jahren verstarb, blieb das Amt unbesetzt", sagt Manfred Heinrichs, Fachdienstleiter Ordnungswesen bei der Samtgemeinde Fredenbeck. In dieser Zeit wurden Schäden zwischen Landwirt und Jäger einvernehmlich geregelt. Da in letzter Zeit jedoch vermehrt größere Wild- und Jagdschäden auftraten, hörte sich die Verwaltung nach geeigneten Kandidaten um. Ein Weg führte zum Beratungsring Harsefeld. Der dort angestellte Uwe Mattfeldt, der seit über zehn Jahren ehrenamtlicher Sachverständiger für Wild- und Jagdschäden in Harsefeld und Horneburg ist, empfahl den Fredenbeckern seinen Kollegen Björn Bellmann für das Amt. Dieser zögerte nicht lange und sagte zu.

"Ich lerne gern neue landwirtschaftliche Betriebe kennen und knüpfe fachliche Kontakte", begründet Bellmann sein Engagement. Die Aufgabe sei zudem vielseitig und interessant. "Kein Fall ist wie der andere", sagt auch Uwe Mattfeldt, der sich bei schwierigen Gutachten gern mit seinem Kollegen berät. "Wenn zum Beispiel Wildschäden in einer Tannenbaumzucht oder auf einem Spargelfeld gemeldet werden, muss die Schadenssumme auf mehrere Jahre hochgerechnet werden, weil es sich um mehrjährig genutzte Pflanzen handelt."

Björn Bellmann absolvierte in Zeven und Fintel eine Ausbildung zum Landwirt. Später absolvierte er erfolgreich ein Bachelor-Studium der Landwirtschaft sowie ein Master-Studium der Fachrichtung Agrarmanagement in Kiel. Seit März 2012 ist er landwirtschaftlicher Unternehmensberater beim Beratungsring Harsefeld.