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Bürger- und Kulturzentrum "De olen Hüüs" soll in Fredenbeck auf Holstschem Hof entstehen

Von der Sitzecke führt eine kleine Brücke zur Rasenfläche. Die Scheune im Hintergrund soll laut Planung nicht erhalten bleiben
 
Der Heimatverein "De olen Hüüs" hat auf dem Gelände bereits ein Backhaus gebaut. Es soll einen neuen Platz bekommen
am. Fredenbeck. Es soll ein neuer Anziehungspunkt für die Bewohner und ein Aushängeschild für dem Ort werden: Auf dem Holstschen Gelände, dem ehemaligen Hof der Familie Holst, in Fredenbeck soll für rund 1,3 Millionen Euro ein Bürger- und Kulturzentrum entstehen. Das Planungsbüro Sweco hat dazu ein städtebauliches Ideenkonzept vorgestellt. Der Rat der Gemeinde Fredenbeck hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Pläne als Grundlage nutzen soll. "Der klare Auftrag der Gruppe ist es, die Meilensteine für die Planung zu setzen", so CDU-Ratsherr Marcel von der Lieth.
Die Ideen für das Gelände sind vielfältig. In den Plänen von Sweco soll als Herzstück der rund 1,7 Hektar großen Fläche an der Hauptstraße 54 ein neues Gebäude entstehen. Dieses soll für bis zu 120 Personen für Ausstellungen, Sport- oder Kulturveranstaltungen Raum bieten sowie feste Räume für eine Kleiderkammer und das Rote Kreuz beherbergen.
Das Planungsbüro rät davon ab, die alte Holzscheune, die sich auf dem Gelände befindet und momentan von dem Heimatverein "De olen Hüüs" genutzt wird, weiter zu nutzen. "Die Scheune ist in ihrer Bausubstanz nicht erhaltenswert", so Sweco-Planer Constantin Tönsing. Und sie erfülle aufgrund des unflexiblen Grundrisses nicht die multifunktionalen Ansprüche. Ansonsten soll die Weitläufigkeit des Geländes erhalten werden, genauso wie das vom Heimatverein errichtete Backhaus mit Rundsitzecke und die Boule-Bahn. Die Wiese zwischen der Scheune und dem Backhaus soll wie bisher als Veranstaltungsfläche dienen. Neu entstehen soll ein Bewegungsparcours im hinteren Bereich des Geländes und eine Park- und Ausstellungsfläche direkt an der Hauptstraße. Hier könnten, so die Vorstellung der Planer, beispielsweise historische Maschinen oder Skulpturen präsentiert werden. Eine alte Schmiede, die bei einem Handwerker bereitsteht, könnte südlich des Bürgerhauses aufgebaut werden. "Sollte das nicht realisierbar sein, könnte hier auch ein Kinderspielplatz entstehen", so Tönsing.
Das Wohnhaus des ehemaligen Holstschen Hofes, das die Planer als "ortsbildprägend" bezeichnen, soll später als Außenstelle des Rathauses und als soziale Beratungsstelle dienen. Momentan wird das Gebäude von der ehemaligen Eigentümerin des Holstschen Hofes bewohnt. Sie hat dort "lebenslanges Wohnrecht".
Die Arbeitsgruppe soll nun über die schrittweise Ausgestaltung des Geländes beraten. Sie soll aus vier Vertretern der Fredenbecker Vereine, jeweils zwei Mitgliedern der neuen Ratsfraktionen, einem fraktionslosen Mitglied und einem Mitarbeiter der Verwaltung bestehen. Der Bürgermeister wird die Arbeitsgruppe moderieren. Ab November, wenn sich der neue Rat gegründet hat, werden die Vertreter zum ersten Mal zusammenkommen.
Ratsfrau Jeannette Jacob (FWG) appellierte an die Politik, schnell mit der Planung fortzuschreiten, da die Ehrenamtlichen darauf warten, weitermachen zu können. Das Material für die Schmiede und das Backhaus sei überwiegend bereits von Sponsoren beschafft worden.