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Bürgerliches Engagement und Flüchtlinge sind Themen beim Neujahrsempfang des "Runden Tisches Kutenholz"

Lutz Schadeck (li.) interviewt die Landtagsabgeordneten Petra Tiemann und Kai Seefried zur Flüchtlingspolitik (Foto: am)
am. Kutenholz. Die Flüchtlingssituation in der Kommune und die Flüchtlingspolitik waren thematische Schwerpunkte des 19. Neujahresemfangs in Kutenholz. Die Anerkennung für das Engagement und den Zusammenhalt der Kutenholzer Bürger zog sich dabei als roter Faden durch die Gesprächsbeiträge. Der Einladung der Initiative "Runder Tisch Kutenholz" waren mehr als 220 Gäste in die Festhalle gefolgt. Sie spendeten während der Veranstaltung insgesamt 1.700 Euro.
Das Rednerpult tauschten die Organisatoren in diesem Jahr gegen einen runden Stehtisch. Dies hatte nicht nur symbolischen Charakter. Statt den Grußworten einzelner Redner konnte das Publikum in diesem Jahr Gesprächsrunden lauschen.
Moderator Lutz Schadeck lud als erstes den Kutenholzer Bürgermeister Gerd Seba (CDU) und Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann (parteilos) zum runden Tisch. Beide waren sich einig, dass es kaum eine Gemeinde gäbe, in der das Miteinander mit den Flüchtlingen so unproblematisch laufe. Handelsmann warnte dennoch: "Es läuft bei uns so gut, weil es die ehrenamtlichen Helfer gibt. Dies ist aber ein fragiles Konstrukt."
Der Landtagsabgeordnete Kai Seefried (CDU), der in der zweiten Gesprächsrunde mit Landtagsmitglied Petra Tiemann (SPD) auf die Bühne trat, schloss sich der Warnung an und stellte klar, dass Deutschland auf lange Sicht ohne europäische Solidarität an der Herausforderung scheitern würde. Die Landtagsabgeordnete Tiemann schätzte die allgemeine Situation optimistischer ein. Sie hob die Leistung der Ehrenamtlichen und die Willkommenskultur hervor. Aber auch sie unterstrich die Notwendigkeit von internationalen Lösungen: "Europa muss sich als ein Ganzes verstehen", so die Landtagsabgeordnete. Die Bekämpfung der Fluchtursachen sieht sie als wichtige Aufgabe.
Auch Bundestagsabgeordneter Oliver Grundmann (CDU), der als Gastredner über das Thema "Klimaschutz im Rahmen der Dorfentwicklung" sprach, ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss seinen Standpunkt zum Thema Flüchtlinge kundzutun. Er nutzte seine Rede, um sich für die Verstärkung der Grenzkontrollen und einen spürbaren Rückgang der Flüchtlingszahlen stark zu machen. Außerdem warb er für das Freihandelsabkommen TTIP.
Zwischen den Gesprächsbeiträgen traten die Band Ichthys und die Schüler der Grundschule Mulsum-Kutenholz mit einer Trommel-AG und einer Theatergruppe auf. Sie trugen zudem den traditionellen Jahresrückblick vor.