Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Deinster Fußballer färben sich aus Solidarität die Gesichter schwarz

(am). Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat die Kreisliga-Fußballmannschaft des Deinster SV aus der Samtgemeinde Fredenbeck großes mediales Interesse geweckt. Aus Solidarität zu ihren Mitspielern aus dem Sudan haben sie auf dem Mannschaftsfoto, das auf der Online-Plattform FuPa.net veröffentlicht ist, ihre Gesichter dunkel färben lassen. Trauriger Auslöser der Aktion waren Übergriffe gegen die Asylbewerber beim Osterfeuer am Samstag.
„Unser Ansinnen war es, den beiden Mitspielern zu zeigen, dass wir alle gleich sind“, sagt Trainer Sönke Kreibich. Die beiden Flüchtlinge spielen seit eineinhalb Jahren in der Mannschaft und seien auch privat mit einigen der Fußballer befreundet. „Man sagt immer, Sport integriert, und wir leben die Integration“, sagt der Trainer.
Der Vorfall beim Osterfeuer habe die beiden Sudanesen sehr bedrückt, so Sönke Kreibich. Beide seien angefeindet und einer laut eigener Aussage auch geschlagen worden. „Sie haben mir erzählt, dass sie ihre Heimat eigentlich verlassen haben, um vor Gewalt zu fliehen“, so der Trainer betroffen. Am Ostermontag kam in der Mannschaft daher die Idee auf, die Mitspieler mit dieser Aktion mental zu unterstützen und ihnen Mut zu machen. Die Polizei hat zu dem Vorfall bis jetzt wenig Erkenntnisse. Es liege aber im Moment weder eine Anzeige noch eine erkennbare Straftat vor, so Polizeisprecher Rainer Bohmbach.
Ob die Sudanesen auch einen Beitrag zur Eskalation geleistet haben könnten, wie die Polizei vermutet, steht für den Trainer nicht zur Debatte. Er steht zu seinen Mitspielern. „Wie auch immer die genaue Sachlage war, wir wollen nicht Detektiv spielen. Wir wollen unseren Mitspielern nur zeigen, dass sie zu uns gehören.“