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Dorferneuerung in Brest und Kutenholz startet in die Planungsphase

Informierten über den weiteren Verlauf (v. li.): Gerhard Seba (Gemeinde Kutenholz), Gregor Paus (Sweco) und Dieter Tomforde (Gemeinde Brest) (Foto: am)
am. Kutenholz. Es soll sich etwas ändern in den Dörfern. Für das Landesprogramm "Verbunddorfentwicklung" in den Gemeinden Brest und Kutenholz hatten sich die Bewohner bereits Gedanken gemacht und einen Leitsatz formuliert: "Wir wollen keine Schlafdörfer, sondern vitale und lebendige Ortschaften." Jetzt hatten das Amt für Landesentwicklung Lüneburg, das Planungsbüro Sweco und die Bürgermeister der beiden Gemeinden zu einer Infoveranstaltung in die Kutenholzer Festhalle eingeladen. Vorgestellt wurde der weitere Verlauf der Planungsphase. Als erste Veranstaltung ist für Samstag, 2. Juli, um 9 Uhr, ein erstes Arbeitskreistreffen im Dorfgemeinschaftshaus in Reith geplant, zu dem alle eingeladen sind.
Nachdem vor eineinhalb Jahren die beiden Gemeinden in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurden, hatten sich die Bewohner der sieben beteiligten Orte Kutenholz, Aspe, Essel und Mulsum in der Gemeinde Kutenholz sowie Brest, Reith und Wohlerst in der Gemeinde Brest bereits innerhalb ihrer Ortschaften getroffen und Ideen zusammengetragen.
Gregor Paus vom Planungsbüro Sweco, der die Verbunddorfentwicklung betreut, stellte diese in seinem Vortrag bereits kurz vor: da wären beispielsweise das "Pilghotel" - eine Herberge für Pilger - in Brest oder ein Megatreff in Kutenholz. In vielen Dörfern sind der Dorfmittelpunkt, die Versorgung sowie Radwege ein großes Thema. Gregor Paus lobte die Vorarbeit der Bürger und erklärte, unter welchen Gesichtspunkten die weitere Auswahl stattfindet.
"Wir werden jetzt erarbeiten, welche Projekte durchführbar sind", sagte er. Dabei müsse man in einigen Bereichen auch auf Ehrenamt und private Investitionen setzen.
Ein wesentliches Kriterium sei die Abstimmung zwischen den Dörfern. "Alles was passiert, hat Sinn im Verbund und ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet", sagt der Planer. "Es ist wenig vernünftig, wenn jedes Dorf ein Café und einen Hofladen bekommt."
In insgesamt sechs Arbeitskreistreffen mit jeweils fünf bis sechs Vertretern aus jedem Dorf sollen jetzt im Laufe eines Jahres die konkreten Projekte ausgearbeitet werden, bevor sie an die Träger öffentlicher Belange übergeben und in den Räten abgestimmt werden können. Paus formulierte zudem das vorsichtige Ziel, bis Februar des nächsten Jahres den Antrag für mindestens ein Projekt einzureichen.