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Eltern aus Fredenbeck starten landesweite Online-Petition für Schulsozialarbeiter an Grundschulen

Tjorben Wigger ist Vorsitzender des Elternrates an der Grundschule Fredenbeck (Foto: am / Wigger)
(am). Tjorben Wigger und seine Mitstreiter setzen sich für Sozialarbeiter an den Schulen ein. Sie wollen, dass das Land Niedersachsen seine Zuständigkeit anerkennt und die Kosten dafür übernimmt. Mit einer Online-Petition, die sie an die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt richten, wollen sie so viele Unterschriften wie möglich sammeln.
Tjorben Wigger ist Vorsitzender des Elternrates an der Grundschule Fredenbeck. Er sieht drei Kernargumente für Schulsozialarbeiter und betont dabei auch den Bedarf der Grundschulen.
Bei der Inklusion dürfe der Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich nicht zurückgestellt werden, sagt der Elternrat. Das soziale Zusammenleben aller Kinder müsse gefördert werden. Außerdem könnten Kinder, die nicht einen ganzen Tag am Unterricht teilnehmen können, vom Sozialarbeiter bei Alternativangeboten begleitet werden. In der Grundschule Fredenbeck stehe beispielsweise ein Sinnes- und Entspannungsraum (Snoozle-Raum) zur Verfügung.
Ein weiterer Punkt ist die Integration. Die Vermittlung und das Miteinander unterschiedlicher Kulturen betreffe heutzutage die meisten Schulen. Lehrer hätten dafür kaum Kapazitäten.
Auch wegen der eingeführten Ganztagsschulen sieht Tjorben Wigger einen Bedarf. "Die Kinder lernen und essen zusammen und nehmen gemeinsam an AG´s teil. Die Schule nimmt einen Großteil im Leben der Kinder ein", sagt der Elternvertreter.
Unabhängig von diesen Punkten sei eine zusätzliche pädagogische Fachkraft an allen Grundschulen sinnvoll.
Für die weiterführenden Schulen scheint es auf dem Gebiet erste Erfolge zu geben. Am vergangenen Donnerstag hat die Kultusministerin ein Konzept vorgelegt, nach dem das Land die Finanzierung für 1.000 Schulszozialarbeiter übernehmen soll. Das würde neue Stellen schaffen und bestehende Stellen entfristen können. Das Konzept berücksichtigt aber nicht die Grundschulen, sondern sieht nur Pädagogenstellen für die Schulformen Hauptschule, Oberschule, KGS, IGS sowie für Teile der Realschulen vor.
Tjorben Wigger geht das nicht weit genug. Er geht gemeinsam mit Patrick Zuber, Mirco Frey, Alexandra Grube und Tatjana Schulz vom Förderverein der Grundschule noch einmal in die Offensive, um auch den Bedarf an Grundschulen zu unterstreichen. Sie schreiben jetzt alle Grundschulen im Land ein zweites Mal an und wenden sich an die Stadt- und Kreiselternräte sowie an den Landeselternrat, um die Petition publik zu machen. Zudem ist eine Kooperation mit dem Stadtelternrat in Lüneburg geplant, der eine ähnliche Petition gestartet hat. Unter dem Titel "Frau Ministerin Heiligenstadt, wir fordern mehr Schulsozialarbeiter insbesondere an Grundschulen!" ist die Petition auf der Seite "Open Petition Deutschland" zu finden. Der Link: https://www.openpetition.de/petition/online/frau-m... Auch der nebenstehende QR-Code führt zur Online-Petition. Stimme abgeben:
So geht´s