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Er hat "Benzin im Blut"

Über seinen fünften Platz bei der Rallye Deutschland in Trier hat sich Moritz Neumann besonders gefreut
 
Sicherheit geht vor: Hinter das Lenkrad seines Rallye-Autos darf sich Moritz Neumann nur in voller Schutzmontur setzen

Moritz Neumann gehört zu den Top-Ten-Favoriten im Opel Rallye Cup


sum. Schwinge. Souverän hat der 19-jährige Moritz Neumann seine erste Saison als Rallyefahrer gemeistert und gehört vor dem letzten Rennen zu den Top Ten des Opel Adam Rallye Cup 2015.

Zwei Jahre ist es her, als der Auszubildende aus Fredenbeck-Schwinge als Beifahrer seines Onkels Friedrich Neumann zum ersten Mal „Rallyeluft" schnuppern durfte. "Das war richtig cool", erzählt Moritz, "und genau das, was ich machen wollte."

Die Entscheidung fiel daher auch nicht schwer, als ihm der Stader Motorsportclub kurz darauf anbot, an einem Slalom-Cup teilzunehmen. Gerade volljährig und mit dem Führerschein in der Tasche bewies der Neuling allen, dass er als Schnellster mit seinem Auto auf einer abgesteckten Strecke durch Pylonen fährt, ohne diese „wegzuschießen“.

Seine ersten Erfahrungen als Fahrer eines Rallyeautos verdankt der angehende Feinwerkmechaniker dem ersten Vorsitzenden des Motorsportclubs aus Stade. Clemens Wölpern wollte wissen, was in Moritz steckt, setzte ihn kurzentschlossen hinter das Lenkrad seines Autos und ließ ihn ohne vorheriges Training die Stader Rallye fahren.

Anfang diesen Jahres bewarb sich Moritz "einfach mal" für ein Sichtungsrennen des ADAC Regionalclubs Weser-Ems und wurde für ihn völlig überraschend eingeladen. Als zweitjüngster Teilnehmer gelang es ihm, den Parcour auf der vereisten und schneebedeckten Fahrbahn fehlerfrei zu absolvieren. Der ADAC wollte Moritz in seinem Team und schon Anfang März sollte er seine erste Rallye im Opel Adam Cup fahren.

Jetzt war eine schnelle Organisation gefragt. Moritz brauchte einen erfahrenen Beifahrer, eine ärztliche Bescheinigung, passende Unterkünfte und die erforderliche Fahrerlizenz. Doch alles klappte und gemeinsam mit seinem Beifahrer und „Mentor“ Dr. Bode Kohring (52) konnte der Mann mit der Startnummer 48 im Saarland an den Start gehen. Und gleich die erste Rallye hatte es in sich, denn für den an das „platte Land“ gewöhnten Nachwuchsstar ging die rasante Fahrt gegen 19 Gegner im Dunkeln über Berg und Tal. „Da war ich echt froh, dass Bodo so viel Erfahrung hatte,“ erzählt Moritz, der am Ende als Vierzehnter ins Ziel kam.

Nach sechs absolvierten Rennen mit zwei Flügen aus der Kurve, einer Rolle vorwärts und einem Antriebswellenschaden belegt Moritz Neumann derzeit den neunten Platz und hofft, im letzten Rennen in Ostbayern noch weiter nach vorne zu rutschen: "Ein fünfter oder sechster Platz wäre echt super."

Der ADAC will Moritz in der kommenden Saison erneut im Team haben und ihm auch wieder einen Opel Adam zur Verfügung stellen. Doch sein Traum könnte an der Kostspieligkeit des Hobbys scheitern. Denn allein Startgelder, Reparatur- und Unterkunftskosten verschlingen eine fünfstellige Summe, die in diesem Jahr noch seine Eltern übernommen haben. Für das kommende Jahr braucht das Rallye-Nachwuchstalent jedoch händerringend Sponsoren, damit er die Chance bekommt, noch einmal richtig Gas zu geben.

• Kontakt: Moritz Neumann, Telefon: 04149 - 1444