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Gute Seele der Bibliothek

Annegret Helk hat viele Bücher selbst gelesen

Annegret Helk geht Ende August in den Ruhestand

sb. Fredenbeck. Seit 17 Jahren arbeitet Annegret Helk (59) in der öffentlichen Bibliothek der Gemeinde Fredenbeck. Ende August geht die Frau des Samtgemeinde-Bürgermeisters Friedhelm Helk (59) in den Ruhestand. Ihr Mann, der im Herbst nicht erneut für das öffentliche Amt kandidiert (das WOCHENBLATT berichtete), wird ihr Ende Oktober in den Rentenstatus folgen. "Wir freuen uns darauf, endlich mehr Zeit für uns zu haben", sagt sie.

Im Jahr 1997 fing Annegret Helk in der Gemeindebücherei als Vertretung an. Ihren Job erledigt sie als geringfügig Beschäftigte der Kommune. Unterstützt wird sie dabei von zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen: Heidi Burmeister ist jeden Mittwoch und Renate Sträter jeden Donnerstag vor Ort. "Ich mag meine Tätigkeit sehr", sagt Annegret Helk. "Ich liebe Bücher und den Kontakt zu Menschen." Für einen kleinen Plausch am Tresen oder Buchregal nimmt sie sich deshalb gern Zeit. Und kann viele Bücher empfehlen, weil sie sie selbst gelesen hat.

Das Spektrum der Bibliothek reicht vom Bilderbuch über Kinder- und Jugendliteratur und Belletristik für Erwachsene bis zum Sach- und Hörbuch. "Leider sind die Zahlen der jugendlichen Leser rückläufig", bedauert Annegret Helk. Ihr Anteil ist laut Bibliotheks-Statikstik auf 25 Prozent der Ausleihenden gesunken, im Jahr 2012 waren es noch 31 Prozent. Auch insgesamt ist Zahl der Leser rückläufig: Im Jahr 2011 waren es 317, ein Jahr später 270 und im Jahr 2013 nur noch 248.
"Generell kommen immer mehr Senioren, die die kostenlose Ausleihe gern nutzen, weil sie keine Bücher kaufen wollen", sagt Annegret Helk. Den Einkauf übernimmt sie für ihre Leser: Zweimal im Jahr beschafft sie neue Bücher, sodass der Bestand der Bibliothek stets auf dem aktuellen Stand ist und derzeit 6.657 Medien umfasst. "Das wissen viele sehr zu schätzen", sagt sie.

Annegret Helk wünscht sich eine junge Nachfolgerin, am besten eine Mutter, die die Bedürfnisse der Kinder besser kennt und mehr Familien in die Bibliothek zieht. So ganz mag sie sich von dem Büchertempel der Gemeinde auch nicht verabschieden. "Ich werde sicher mal für eine Urlaubsvertretung zurückkehren", sagt sie.