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Klagen über Lärmbelästigung beim Deinster Osterfeuer

Am nächsten morgen sind die Überbleibsel der Feier zu sehen
am. Deinste. Fast in jedem Dorf brennt am Ostersamstag oder Ostersonntag ein großes Feuer, an dem die Dorfbewohner feiern. Doch es sind längst nicht alle glücklich über das Fest. Anwohner des kleinen Ortes Deinste beklagen unter anderem den Lärm, der bis früh morgens durch den Ort schallt.
"Die Feuerwehr, die das Fest organisiert, hat die Genehmigung, bis 3 Uhr morgens Musik zu spielen", sagt Heinz Hering, "aber der Lärm schallte bis sechs Uhr morgens zu uns herüber." Er wohnt nicht unweit der Stelle, an der das Osterfeuer mit rund 500 Besuchern stattfand. Das sei kein kleines Dorf-Osterfeuer mehr, sondern eine große Party, zu der Jugendliche aus der ganzen Samtgemeinde mit dem Taxi anreisten. Er hat jetzt wegen der Lärmbelästigung zehn Unterschriften von Deinster Bewohnern gesammelt und diese der Samtgemeinde übergeben.
Heinz Hering hat stört noch eine weitere Sache. "Die Feuerwehr hat beim Aufräumen einfach den Müll in das Feuer gekippt", sagt er, "das ist Umweltverschmutzung." Er hat den Vorfall deshalb dem Umweltamt gemeldet.
Rainer Nuttbohm, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Deinste räumt ein, dass Abfälle, die nach dem Fest liegenbleiben, von den Feierlichkeiten am nächsten morgen in der Glut landen. "Wir schieben den Müll aus dem Matsch mit dem Schlepper zusammen", sagt er, "Pfand- und Glasflaschen werden eingesammelt, aber wir können nicht jeden Plastikbecher mit der Hand auflesen." Eine Woche später, wenn die Glut komplett erloschen ist, würde aber die gesamte Asche mit dem Müll aufgeladen und ordnungsgemäß entsorgt.
Was die Lärmbelästigung angeht, so dementiert der Ortsbrandmeister die Vorwürfe. "Wir haben um 3 Uhr die Musik leiser gedreht", so Rainer Nuttbohm. Aber man könne den jungen Menschen, die dort feiern, nicht einfach die Musik abdrehen. Er sieht die Vorwürfe als unbegründet "Es gibt immer welche, denen kann man es nicht recht machen. Zur Dorfgemeinschaft gehört aber, dass man auch mal zusammen feiert." Von den meisten Bewohnern würde das Osterfeuer akzeptiert.
Es soll an diesem Abend einige Beschwerden gegeben haben, heißt es aus dem Fredenbecker Rathaus. "Die Polizei hat eine signifikante Zeitüberschreitung festgestellt", sagt Ralph Löblich, Vertreter des Samtgemeinde-Bürgermeisters. Das weiter Vorgehen liege jetzt beim Landkreis.
Für Aufregung bei diesem Osterfeuer sorgte noch ein weiterer Fall: Nach fremdenfeindlichen Vorfällen (das WOCHENBLATT berichtete) färbten sich die Fußballer des Deinster SV aus Solidarität zu ihren sudanesischen Mitspielern ihre Gesichter auf dem Mannschaftsbild dunkel.