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"Prävention ist sehr wichtig"

Fredenbecks Gleichstellungsbeauftragte Inga West

Fredenbeck Gleichstellungsbeauftragte Inga West spricht mit dem WOCHENBLATT über ihre Arbeit und Visionen

sb. Fredenbeck. Fredenbecks Gleichstellungsbeauftragte Inga West (37) arbeitet nach wie vor ehrenamtlich. Mit dem WOCHENBLATT sprach die zweifache Mutter über ihre Aufgaben und neue Herausforderungen.
WOCHENBLATT: Frau West, ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Fredenbeck machen Sie ehrenamtlich. Ihr Antrag auf eine Ausgleichszahlung wurde vom Rat im Sommer 2012 abgelehnt. Warum arbeiten Sie weiter ohne Entgelt?
Inga West: Die Ablehnung im vergangenen Sommer hat mich zwar enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass meine Arbeit nicht genug wertgeschätzt wird. Allerdings fiel die Abstimmung knapp aus und ich erhalte viel positives Feedback aus der Bevölkerung.
WOCHENBLATT: Sie machen also weiter?
Inga West: Ja, allerdings mit etwas weniger Zeitaufwand. Inzwischen bin ich ins Berufsleben zurückgekehrt und ich muss ja auch für meine Familie da sein. Deshalb habe ich meine Sprechstunde im Rathaus auf zwei Termine im Monat reduziert und Projekte wie die Babysitterbörse, die ich im Jahr 2011 ins Leben gerufen habe, an die Familienservicestelle abgegeben.
WOCHENBLATT: Welche Arbeiten sind Ihnen nach wie vor sehr wichtig?
Inga West: Präventionsarbeit spielt nach wie vor eine entscheidende Rolle. Mit meinem Konzept "Wir machen Kinder stark" ermögliche ich diverse Projekte für jedes Alter, von der Kita bis zur Oberschule. Das Spektrum reicht von Selbstverteidigungskursen bis zum Theaterstück gegen häusliche Gewalt.
WOCHENBLATT: Welche Rolle spielen Sie bei den Projekten?
Inga West: Häufig gebe ich die Idee vor und kann auch bei der Finanzierung mithelfen. Hierfür stellt mir die Samtgemeinde finanzielle Mittel zur Verfügung . Dieses Budget ist gut bemessen, damit kann ich viel realisieren. Für den Rest finde ich Sponsoren, zum Beispiel Unternehmen oder Stiftungen. Ist ein Projekt einmal gut angelaufen, wird es von Schule oder Kindergarten häufig mit eigener Kraft fortgesetzt.
WOCHENBLATT: Wo engagieren Sie sich noch?
Inga West: Ich bin Mitglied in zahlreichen Netzwerken, zum Beispiel im Frauennetzwerk und im Netzwerk häusliche Gewalt. Auf viele gesellschaftliche Probleme kann man nur im Team aufmerksam machen.
WOCHENBLATT: Was ist Ihr nächstes großes Projekt?
Inga West: Im Jahr 2014 wollen wir an den Erfolg der Fredenbecker Messe ,Frauenwelten' aus dem Jahr 2012 anknüpfen. Das war eine tolle Veranstaltung mit 40 sehr engagierten Ausstellern und sehr vielen Gästen. Die ersten Vorbereitungen beginnen schon diesen Herbst.
WOCHENBLATT: Frau West, vielen Dank für das Gespräch.