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Schüler der Geestlandschule Fredenbeck lernen, wie man Gewalt begegnet

"Stopp zur Gewalt" sagen die Schüler der 5a (Foto: am)
am. Fredenbeck. Ein Schüler wird von einem Mann angepöbelt und beschimpft. Zwei Mädchen kommen vorbei und schreiten ein, schreien den Mann an, rufen die Lehrerin zur Hilfe. Das, was die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a in einem Rollenspiel inszeniert haben, könnte sich auch in der Realität so ereignet haben. Was Gewalt ist und wie man ihr begegnet, lernten die Fünftklässler der Geestlandschule Fredenbeck im Rahmen eines Gewaltpräventions-Programms am vergangenen Freitag.
Jens Mollenhauer, Trainer für Zivilcourage aus Amelinghausen, sprach mit den Schülern über das sensible Thema Gewalt. Dabei lernten die Kinder was eine Gewaltspirale ist und welche Regeln es für Zivilcourage gibt: "Ich schaue genau hin. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. Ich kümmere mich um das Opfer. Ich fordere andere zur Mithilfe auf." Der Trainer arbeitet mit leicht einprägsamen Sätzen und Schlagwörtern. "Was sind die drei Arten von Gewalt?", fragt er am Ende seines Besuches. Viele Arme schnallen in die Höhe, die Kinder sind bis zum Schluss konzentriert dabei. "Sachbeschädigung, Körpergewalt und Herzgewalt", wissen die Schüler jetzt. Vielen Kindern war vorher nicht bewusst, dass Beschimpfungen und Beleidigungen auch eine Art von Gewalt ist, eben nur eine, die das Herz verletzt. "Ich fand es auch gut, dass er uns erklärt hat, was ein Opfer ist", sagt die zehnjährige Emily.
Lehrerin Ortrun Steinemann ist von dem Präventionstraining angetan. "Die Kinder haben Methoden an die Hand bekommen, sich geöffnet und teilweise von ihren eigenen Erfahrungen erzählt", sagt die Klassenlehrerin. "Jens Mollenhauer hat ihnen viel Respekt entgegengebracht."
Der Kurs wurde im Rahmen einer Präventionsreihe der Geestlandschule von dem Betreuungsteam der Schule, Henrike Burfeindt, Anette Feldkötter und Heike Mewes, organisiert.