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Thorsten Hein aus Fredenbeck überlebt dank Ersthelfer einen Herzinfarkt

Thorsten Hein (vorne Mitte) mit seinen Lebensrettern Katja Sievers (v.li.), Jörn Dubbels, Michael Peyke, Jörn Martens und Tim Borchers (Foto: am)
(am). Während die Fans in der Geestlandhalle auf den Anpfiff des Spiel des VfL Fredenbeck gegen den HSG Bützfleth-Drochtersen Mitte Dezember 2015 warten, verliert Thorsten Hein (46) plötzlich das Bewusstsein. Er fällt mitten zwischen den Zuschauern in der Geestlandhalle in Fredenbeck zu Boden und erleidet einen Herzinfarkt.
Was jetzt um ihn herum passiert, rettet ihm das Leben. Er selbst bekommt davon, wie er später erzählt, gar nichts mit. Acht Zuschauer, die um ihn herum stehen, zögern nicht, die richtigen Handgriffe zu tun. Sie holen den Defibrillator, der sich im Erste-Hilfe-Raum der Halle befindet, und beginnen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Andere sorgen für Platz, führen die Kinder aus der Halle. „Wir haben alle einfach funktioniert“, sagt später Katja Sievers. Der Defibrillator sei idiotensicher und sage einem, was zu tun ist, ergänzt Jörn Dubbels. „Man braucht vor diesem Gerät keine Angst zu haben“.
Bei einem Treffen, zu dem der Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann und Fredenbecks Bürgermeister Hans-Ulrich Schumacher zu Ehren der Notfallhelfer eingeladen haben, bedankte sich Thorsten Hein nochmals offiziell bei den anwesenden Lebensrettern Katja Sievers, Jörn Martens, Michael Peyke, Tim Borcherts und Jörn Dubbels. „Ich hatte Glück im Unglück“, sagt er. „Ohne den Defibrillator und die Helfer, die so beherzt eingegriffen haben, wäre ich jetzt nicht mehr am Leben.“ Das hätten ihm die Ärzte in der Klinik versichert. Hätte er den Herzinfarkt zu Hause oder auf dem Weg zur Halle bekommen, wäre die Geschichte wahrscheinlich nicht so glimpflich ausgegangen. Dabei hatte er an diesem Abend eigentlich gar keine Lust, nach der Arbeit nochmal loszugehen. Er ließ sich von seinem Freund, Jörn Martens, der auch unter den Ersthelfern war, zu dem Besuch des Handballspiels überreden - im Rückblick ein Segen.
Auch Ralf Handelsmann und Hans-Ulrich Schumacher bedankten sich bei den Lebensrettern. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Bürger in solchen Situationen so engagieren“, sagt Handelsmann. Oft genug lese man in der Zeitung, dass Anwesende einfach wegschauen. Die beiden Bürgermeister überreichten den Notfallhelfern eine Urkunde, die dokumentiert, dass sie mit „Zivilcourage, Umsicht und Fachkompetenz“ ein Menschenleben gerettet haben. „Es war uns allen eine Herzensangelegenheit“, sagt dazu Michael Peyke.
Jetzt, nach fast vier Monaten - Klinikaufenthalt, einer Beipassoperation und Reha - kehrt Thorsten Hein wieder in sein altes Leben zurück. „Ich habe vor einer Woche mit der Wiedereingliederung in meinen Job begonnen.“