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Vorzeige-Helfer aus Helmste: Abschied von leitenden Ämtern

Michael Linowitzki (4. v. li.) mit Mitgliedermn der DLRG-Tauchergruppe und der THW-Umweltgruppe (Foto: Linowitzki privat)

"Dem Nächsten zur Hilfe": Michael Linowitzki (56) führte Jahrzehntelang Regie bei Feuerwehr und Technischen Hilfswerk

tp. Helmste Seine Ämter führten Michael Linowitzki (56) aus Helmste in deutsche Hochwassergebiete und in Krisenregionen im Ausland. Jetzt beendete "Lino" nach 25 bzw. 30 Jahren seine leitenden Tätigkeiten im Umweltzug der Kreisfeuerwehr Stade und in dem für die Beseitigung von Umweltgefahren zuständigen ABC-Zug beim Technischen Hilfswerk (THW).

"Dem Nächsten zur Hilfe", war seit Beginn seiner Laufbahn, die er 1982 beim Stader THW begann und als stellvertretender Zugführer beendete, seine Maxime. Sein wichtigstes Projekt war 1991 die Mitwirkung bei der Planung und Ausstattung eines Spezialfahrzeugs mit Container und die Aufstellung einer "Facheinheit Dekontamination". Diese Einheit reinigt bei Gefahrguteinsätzen die Kleidung der Feuerwehrleute und Geräte von Schadstoffen. Ebenso unterstützte die Gruppe jahrelang Taucheinsätze. "Lino" und seinen Mitstreitern gelang die Umsetzung dieses bundesweit einzigartigen Projektes in mehreren Tausend Stunden Freizeit. Bis 2016 war er Leiter der Einheit.

Einen besonderen Einsatz führte den verheirateten Betriebswirt im Jahr 1991 in ein Lager mit 40.000 kurdischen Flüchtlingen im iranisch-irakischen Grenzgebiet, wo er mit THW-Spezialisten täglich 250.000 Liter Trinkwasser aufbereitete.
1997 war "Lino" mit seiner Mannschaft im Hochwassereinsatz bei der Oder-Flut in Brandenburg und im Jahr 2002 bei der Elbe-Flut in Niedersachsen im Einsatz. THW-Pressesprecher und Gefahrgutbeauftragter waren zwei weitere Funktionen, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Linowitzki ist Träger des Einsatzzeichens für humanitäre Hilfe im Ausland, des Helferzeichens in Gold mit Kranz, der Hochwassermedaillen der Länder Brandenburg und Niedersachsen sowie der Einsatzmedaille Fluthilfe der Bundesrepublik Deutschland.

Ende 2016 gab "Lino" seine Leitungsposten im Umweltbereich als THW-Führungskraft und Einheitsführer im Kreis-Umweltzug ab. Er bleibt dem Katastrophenschutz aber erhalten: als Mitglied der technischen Einsatzleitung des Landkreises Stade und als Fachberater beim THW. Sein soziales Engagement setzt er auch im Vorstand des Stader Ortsverbandes vom Sozialverband Deutschland fort.
In seiner neu gewonnenen Freizeit genießt der Autofan die Gesellschaft Gleichgesinnter im Classic Club Niederelbe. "Lino" nimmt gerne an Oldtimer-Fahrveranstaltungen wie den Niederelbe Classics teil.