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Wirtschaftsweg "Zum Willaher Moorwird" bei Mulsum wird erneuert

Der Wirtschaftsweg "Zum Willahermoor" befindet sich in einem schlechten Zustand (Foto: am)
am. Mulsum. Der Wirtschaftsweg "Zum Willahermoor" ist in einem miserablen Zustand: Löcher, Risse, Absackungen und bröckelnder Asphalt. Die Verbindung zwischen der B74 und Mulsum soll daher saniert werden. Aber einfach ist das nicht, denn der Weg ist zum Teil auf Moorboden gebaut und führt durch ein Naturschutzgebiet. Dennoch hat der Gemeinderat Kutenholz in seiner vergangenen Sitzung beschlossen, ihn für rund 410.000 Euro zu erneuern. 350.000 Euro sind hierfür bereits im Haushalt vorgesehen.
Der südliche Bereich ist weniger problematisch, dort kann die alte Asphalt-Decke ab- und eine neue wieder aufgetragen werden. Im nördlichen Bereich, der auf sehr feuchtem Torfboden liegt, soll hingegen ein 50 Zentimeter hoher und fünf Meter breiter Belastungswall aus Schotter aufgeschüttet werden, der, wenn sich der Untergrund verfestigt hat, wieder zum Teil abgetragen wird. Die Seitenstreifen des drei Meter breiten Weges, stehen hier zum Teil unter Naturschutz. Sie würden teilweise auch unter der Schotterschicht verschwinden. Entgegen der ersten Entwürfe will die Gemeinde auf die Asphaltierung des nördlichen Teiles verzichten. "Da nicht dauerhaft damit zu rechnen ist, dass die Asphahltschicht erhalten bleibt, ist eine Ausbesserung mit Schotter auf lange Sicht einfacher und günstiger durchzuführen", sagt Gerhard Seba, Gemeindebürgermeister von Kutenholz.
Überraschend stehen mehr Fördergelder als gedacht in Aussicht. Wenn das Amt für Regional- und Landesentwicklung die Teilsanierung mit Schotter genehmigt, könnte sie 63 statt, wie vorher angenommen, 53 Prozent der Kosten übernehmen. Diese Zuwendung könnte die fehlenden 60.000 Euro decken. Mehr noch: "Damit würde es sogar günstiger als angenommen und entlaste auch die Anlieger finanziell", sagt Seba.
Die Frage, ob der relativ wenig genutzte Weg überhaupt für soviel Geld saniert werden muss, wiegelte Gemeindedirektor Ralf Handelsmann ab. Die Unterhaltung der Wirtschaftswege sei Gemeindepflicht.