Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ausbau der Kita-Plätze im "Haus für Kinder" in Fredenbeck bleibt strittig

am. Fredenbeck. In der Kita "Haus für Kinder" in Fredenbeck sollen neue Plätze geschaffen werden (das WOCHENBLATT berichtete). Wie das im Konkreten aussehen soll, war bisher strittig. Die Geestlandschule, die sich mit dem Haus für Kinder das Gebäude der alten Oberschule teilt, soll der Kita Räume abgeben. Auch die jüngste Ratssitzung der Samtgemeinde Fredenbeck brachte keine Entscheidung.
Zwei Varianten zum Umbau der Kita lagen bis zuletzt auf dem Tisch: die Erweiterung um 1,5 oder 2,5 Räume. Da die Schule mit ihrem pädagogischen Konzept kaum auf Räumlichkeiten verzichten kann, sprach sich der Sozialausschuss für die Lösung mit 1,5 Räumen aus. Das wiederum wird dem pädagogischen Konzept der Kita nicht gerecht. Für Ralf Löblich stimmt bei dieser Variante zudem das Verhältnis zwischen finanziellem Aufwand und neuen Betreuungsplätzen nicht. "Für 465.000 würden wir eine Krippengruppe mit 15 Kindern bekommen, bei der Lösung mit 2,5 Räumen müsste man nur 60.000 Euro mehr ausgeben und würde darüber hinaus eine Elementargruppe mit 25 Plätze schaffen können." Letztere würden momentan dringender benötigt. Geld müsse so oder so in die Hand genommen werden. Um die Betriebserlaubnis behalten zu können, muss die Kita saniert werden. Unter anderem müssen die Sanitäranlagen erweitert und Brandschutzmaßnahmen vorgenommen werden.
Wolfgang Weh plädierte für eine dritte Variante, nämlich für einen neuen Anbau. "Auf dem Gelände ist ausreichend Platz, um zwei Räume zu bauen", sagt er. Ein Anbau könne kaum teurer sein als die für den Umbau veranschlagte Summe.
Um die Frist für Zuschüsse nicht zu verpassen, entschieden die Ratsmitglieder 530.000 Euro für die Erweiterung der Kita im Haushalt bereitzustellen. Zähneknirrschend stimmten sie damit einer Erhöhung der Neuverschuldung von zwei Millionen auf 2,38 Millionen Euro zu. Welche Variante umgesetzt wird, ließen sie aber bewusst offen. Handelsmann unterstrich zum Schluss: "Wir werden keinen Weg finden, der keinem wehtut."