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Badesaison in Fredenbeck scheint gerettet

Schwimmmeister Gerd von Glahn am Badesee

Schwimmmeister Gerd von Glahn (66) und Samtgemeinde verhandeln über See-Betrieb

tp. Fredenbeck. Vorsichtiges Aufatmen bei der Samtgemeinde Fredenbeck: Gerd von Glahn (66), Schwimmmeister, Hausmeister, Aufseher und Kioskpächter am Fredenbecker Badesee, hat sich bereit erklärt, mindestens ein Jahr Dienstzeit dranzuhängen. Damit scheint die kommende Badesaison gerettet. Doch langfristig muss sich die Kommune etwas einfallen lassen, um den Betrieb auf dem bei Touristen und Einheimischen beliebten Freizeitgelände an der Dinghorner Straße aufrecht zu erhalten.

Wie im WOCHENBLATT berichtet, wollte Gerd von Glahn, der früher Schwimmmeister im Bad Delphino in Bremervörde war und seit 15 Jahren den Fredenbecker Badesee managt, aus Altersgründen bereits zum Saisonende 2016 aufhören. Die alten Verträge mit der Samtgemeinde sind gekündigt. Verhandlungen für einen neuen Vertrag laufen. Sie sind laut Gerd von Glahn aber noch nicht unterzeichnet. Von Glahn, der nach eigenen Worten viel Privatkapital in den Kiosk investiert hat, will noch Vertragseinzelheiten geklärt wissen, die spätestens im April amtlich sein sollen. Wenn sich beide Seiten einig würden, so von Glahn, könne er sich sogar vorstellen, den Job noch einige Jahre weiterzumachen.

Unterdessen gibt sich Samtgemeinde-Chef Ralf Handelsmann zuversichtlich, dass der Betrieb in dem Naturbad auch in der Saison 2017, wie gewohnt von Mai bis September, täglich von 7 Uhr bis 21 Uhr, bei freiem Eintritt, aufgenommen wird. Auf Schwimmmeister Gerd von Glahn hält Handelsmann große Stücke: "Jemanden mit seiner Einsatzbereitschaft und Qualifikation zu finden, wird sehr schwer."

Für den Fall, keinen adäquaten Ersatz zu finden, lotet die Politik Nutzungsalternativen aus. Am Dienstagabend hatte der Tourismusausschuss die "Zukunft des Badesees" auf der Tagesordnung. Diskutiert werde laut Hadelsmann u.a auch eine formale Umwidmung des Geländes zu einer sogenannten Badestelle, die ohne Badeaufsicht und schwimmbadtypische Einrichtungen wie z.B. Abgrenzungen zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerzone auskommt. Dazu müsste allerdings auch der hohe der Zaun um das Gelände abgebaut werden. Ralf Handelsmann warnt für den Fall freier Zugänglichkeit vor Vandalismus. Vor der Ära von Glahn hatte es massive Probleme mit Müllablagerung und Sachbeschädigung auf der 5,5 Hektar großen Freizeitfläche gegeben.

Weiter steht die Aufwertung des Areals, das bereits über ein Volleyballfeld, Umkleideräume, kalte Duschen, Tischtennisspiel und Grillplatz verfügt, mit einigen Wohnmobilstellplätzen zur Diskussion. Für die nötige Einrichtung wohnmobilgerechter Infrastruktur und die Umstellung auf Warmwasserduschen rechnet Ralf Handelsmann mit einen Kostenaufwand in sechsstelliger Höhe.