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Bauauschuss der Gemeinde Fredenbeck lässt Insel als Querungshilfe prüfen

Bei einer Insellösung müsste die Bushaltestelle in den Alten Stadweg verlegt werden
am. Fredenbeck. Eine sichere Überquerungsmöglichkeit über die Hauptstraße muss her - seit rund vier Jahren bemüht sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Fredenbeck um eine Lösung bei der unbefriedigenden Situation beim Penny-Markt. Wie das WOCHENBLATT berichtete, ist das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle hoch, ein Überqueren der Straße für Kinder und Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, schwierig. Vergangene Woche hat nun der Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Fredenbeck über den Antrag der FWG beraten, endlich Geld für eine Straßenampel in den Haushalt 2016 einzustellen.
Die Mitglieder des Ausschusses vertagten das Thema auf die nächste Ausschusssitzung und beschlossen stattdessen eine Insel als Straßenquerung prüfen zu lassen. Das Busunternehmen Reese, das in Fredenbeck den Öffentlichen Nahverkehr stellt, müsste bei dieser Variante der Verlegung der Bushaltestelle vor dem Penny-Markt zustimmen.
"Mit beiden Lösungen wären wir einverstanden, aber wenn wir eine bevorzugen könnten, dann wäre das die Inselquerung", sagt Jeanette Jacob von der FWG. Die leichte Umlenkung der Fahrbahn würde zu einer Beruhigung des Verkehrs führen.
Im Gegensatz zu der Ampel stünde diese außerdem genau dort, wo Schüler, die im Alten Stadtweg aus dem Bus steigen, die Hauptstraße überqueren. Für die Ampel müssten sie einen Umweg in Kauf nehmen. Die Insel-Lösung würde allerdings mit 100.000 Euro zu Buche schlagen, während eine Ampel nur 40.000 Euro kosten aber auf lange Sicht Pflege- und Energiekosten verursachen würde.
Der Bau einer Insel als Querungshilfe muss außerdem noch vom Landkreis genehmigt werden. "Hier wird es vermutlich keine Probleme geben", sagt Hans-Hermann Glatz, der dieses Mal die FWG im Ausschuss vertrat. Für die Ampel hatte der Landkreis bereits grünes Licht gegeben, gleichzeitig aber klargestellt, dass er sich nicht an den Kosten einer Querungshilfe, welcher Art auch immer, beteiligen würde.
Erst wenn diese Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und sich der Bauausschuss für eine Variante entscheidet, können die entsprechenden Gelder für den Haushalt beantragt werden. Jeanette Jacob, rechnet aber damit, dass dennoch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden könnte.
Fredenbecks Bürgermeister Ulrich Schumacher ist weniger glücklich mit der Entscheidung des Ausschusses und der damit verbundenen Verzögerung. Mit der Prüfung der Insel-Variante sei eine Querungshilfe wieder in die Ferne gerückt. Er sieht die Insellösung zudem als nicht praktikabel an. "Für Menschen mit Bewegungseinschränkung ist es trotzdem schwer, eine Lücke abzuwarten", sagt der Gemeinde-Bürgermeister. Auch mache die Umlenkung der Fahrbahn so kurz vor der Kurve wenig Sinn.