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CDU beantragt einen Kita-Neubau in Kutenholz

Die Kita in Kutenholz bietet nicht genug Betreuungsplätze (Foto: am / Archiv)
am. Kutenholz. Auch die Gemeinde Kutenholz beschäftigt sich mit dem Thema Kitaplätze. Fest steht, dass Betreuungsplätze fehlen. Deshalb soll eigentlich das bestehende Kita-Gebäude ausgebaut oder um einen Anbau ergänzt werden (das WOCHENBLATT berichtete). Ein Architektenbüro ist bereits mit den Kostenschätzungen beauftragt worden. Jetzt hat aber die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat die Kostenprüfung für eine weitere Variante beantragt. „Der Erweiterungsbau ist nicht wirtschaftlich und wenig sinnvoll“, sagte Gerhard Seba, Ratsmitglied und Bürgermeister von Kutenholz. Der Ausbau würde wenig Platz schaffen und der Anbau einen Großteil des Außengeländes einnehmen. Der Rechtsanspruch auf Draußenfläche könnte nur dadurch gewährleistet werden, dass die Schule einen Teil ihres Schulhofes zur Verfügung stellt und selbst dann wäre der Spielplatz für den Kindergarten sehr klein. Ein Neubau könnte auf gemeindeeigenen Fläche in der Heidestraße errichtet werden. „Wir werden in Zukunft noch weitere Plätze brauchen“, so der Bürgermeister. Er bat die Ratsmitglieder deswegen, über einen Neubau nachzudenken.
Prinzipiell stieß dieser Vorschlag auf Zustimmung. „Es ist sehr gut, dass wir bei solchen Projekten öfter drauf schauen“, sagte etwa Jeanette Jabob von der FWG. Und auch die SPD-Fraktion signalisierte Zustimmung.
Bedenken hingegen äußerten Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann und Ralph Löblich, Fachdienstleiter für die Bereiche Jugend, Bildung und Inneres. Um Fördergelder akquirieren zu können, müsse man bis Dezember 2017 mit dem Bau beginnen, so Löblich. Außerdem gebe es bereits Kinder auf der Krippen-Warteliste. „Ich halte das für problematisch, wenn durch die Planänderung Kinder keinen Platz bekommen, die eigentlich einen bekommen könnten.“ Handelsmann bezeichnete den Zeitplan als anspruchsvoll. Mehrheitlich kam daraufhin im Samtgemeinderat der Vorschlag, auf die Ladungsfrist für die Sitzungen zu verzichten, um das Verfahren zu beschleunigen.
Letztendlich entschieden die Mitglieder des Samtgemeinderates, den Beschluss zur Umsetzung des Baus zu vertagen und die Neubau-Variante prüfen zu lassen.