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Fredenbecker in Entsorgungsnot

Wegen Sanierungsarbeiten ist der Wertstoffhof in Fredenbeck-Wedel seit Anfang März geschlossen.

Wertstoffhof in Wedel wegen Sanierung, Wertstoffhof in Kutenholz wegen Krankheit geschlossen

sb. Fredenbeck. "Es ist hochgradig ärgerlich, was hier abläuft!" Mit deutlichen Worten hat Fredenbecks Samtgemeinde-Bürgermeister Friedhelm Helk am Montag, 3. Juni, auf der Samtgemeinderats-Sitzung den Landkreis Stade getadelt. Seit Anfang März werde der Wertstoffhof in Fredenbeck-Wedel saniert. Eine Öffnung sei auch in den kommenden Wochen nicht geplant. "Unsere Bürger verstehen das nicht und geben fälschlicherweise der Samtgemeindeverwaltung die Schuld", so Helk.
Besonders ärgerlich: "An der Ausweichstelle in Kutenholz steht man ebenfalls seit Wochen vor verschlossenen Toren", sagt Wolfgang Weh von den Grünen. "Leider sind bisher alle Versuche, den Landkreis dazu zu bewegen, die Kutenholzer Annahmestelle wenigstens einmal wöchentlich zu öffnen, gescheitert." Die Grünen hätten diesbezüglich beim Landrat nachgefragt, von ihm jedoch die Auskunft erhalten, es seien mehrere Mitarbeiter krank. "Die Annahmestelle in Oldendorf ist zweimal die Woche geöffnet", halten die Grünen dagegen und fordern, das Personal dahingehend zu verlagern, dass in Kutenholz zumindest einmal pro Woche Grünschnitt und Grobschutt angenommen werden kann. Auch Friedhelm Helk fordert, einen Wertstoffhof in der Samtgemeinde zumindest einmal pro Woche zu öffnen. "Wir stellen seit Wochen mehr Wildmüllablagerungen fest, durch die Entsorgung entstehen uns unnötige Kosten", so der Samtgemeinde-Chef.
Zumindest für diese Woche hat der Landkreis mit den Fredenbeckern ein Einsehen und öffnet den Wertstoffhof in Kutenholz am Mittwoch, 12. Juni, von 10 bis 17.30 Uhr. Weitere Termine stehen noch nicht fest.
Laut Landkreis-Pressessprecher Christian Schmidt ist der Wertstoffhof in Wedel noch bis Ende Juli geschlossen. "Die Bauarbeiten verlaufen nach Plan", sagt er. Unter anderem wird der Untergrund der ehemaligen Bauschuttdeponie aufgearbeitet und ein Betriebsgebäude errichtet. Ferner werden Leitungen verlegt und Speicherbecken installiert. Die Sanierung sei aus rechtlichen Gründen erforderlich, so Schmidt. Ohne sie hätte die Annahmestelle geschlossen werden müssen.