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Fredenbecker Samtgemeinderat berücksichtigt den Bürgerwillen

Die zentrale Kläranlage in Fredenbeck hat noch Kapazitäten frei. Die Asper wollen aber nicht angeschlossen werden
am. Fredenbeck. Die Asper Bürger dürfen ihre Kleinkläranlagen behalten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Samtgemeinderatssitzung in Fredenbeck. Laut einer zuvor von der Samtgemeinde durchgeführten Umfrage sprachen sich 77 Prozent der Bewohner gegen den Ausbau der Kanalisation aus. Wilhelm Siems und Matthias Lietzau von der Bürgerinitiative (BI) gegen die Kanalisation erinnerten den Rat an das Versprechen, dieses Ergebnis zu berücksichtigen.
Drei Argumente brachte Lietzau vor der Abstimmung vor. Erstens: „Die meisten der Kleinkläranlagen sind funktionsstüchtig und für die nächsten 15 Jahren genehmigungsfähig.“ Zweitens würden bei einem Ausbau der Kanalisation nicht nur einmalige Kosten auf die Hauseigentümer in Aspe zukommen, sondern auch eine Gebührensteigerung für alle Bewohner der Samtgemeinde. Drittens: „Die Samtgemeinde müsste für den Ausbau der zentralen Wasserentsorgung mit 1,7 Millionen Euro belastet werden“, so Lietzau.
Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann hielt dagegen. Eines der Hauptargumente für den Anschluss an die Zentralkanalisation: Die niedersächsische Landesbehörde für Wasserwirtschaft (NLWKN) könnte künftig die Ausweisung von Neubaugebieten in Aspe verhindern. Grund dafür sind die schlechten Werte des Bächleins Bever, die unter anderem von veralteten Kleinkläranlagen herrühren sollen. Petra Tiemann (SPD) stellte sich auf die Seite der Asper Bewohner: „Es ist nicht klar, woher der Stickstoff in der Bever stammt.“
Gerhard Behrmann (CDU) erinnerte daran, dass der Wunsch, an die zentrale Kläranlage angeschlossen zu werden, von den Bürgern aus Aspe selbst kam und die Abwasser Entsorgung Fredenbeck (AEF) das Projekt vorantreiben musste, um Zahlen präsentieren zu können. „Wir haben ein Fass aufgemacht, aus dem keiner was haben will“, sagte dazu Gerd Seba (CDU).
Schließlich sprachen sich 16 Ratsmitglieder gegen die zentrale Lösung aus. Immerhin acht, darunter auch Handelsmann, hätten sich den Anschluss an die Zentralkanalisation gewünscht. Vier Ratsmitglieder enthielten sich.