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Gemeinde Kutenholz will in Mulsum günstige Bauplätze anbieten

Auf knapp fünf Hektar Fläche soll ein neues Baugebiet in Mulsum entstehen (Foto: Samtgemeinde Fredenbeck / Bearbeitung MSR)
am. Mulsum. Momentan gibt es keine freien Baugrundstücke in Mulsum. Wer bauen will, muss auf die umliegenden Ortschaften ausweichen. Das soll sich ändern. Denn: "Es gibt bei den Bewohnern in Mulsum einen Bedarf an Baugrundstücken", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann. Momentan liegen im Rathaus fünf Anfragen vor. Die Politik hat auf die Nachfrage reagiert und ein neues Baugebiet auf den Weg gebracht. Hinter dem Wohngebiet Suerfeld sollen in der Verlängerung der Straße Wiesenrein und parallel zum Mühlenweg rund 35 bis 40 Baugrundstücke entstehen.
In der kommenden Sitzung will der Rat der Gemeinde Kutenholz den Bebauungsplan aufstellen. Zuvor hatte bereits der Bauausschuss grünes Licht gegeben. Nachdem die restlichen Verfahren durchlaufen worden sind, könne im Sommer 2017 voraussichtlich mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden, so Handelsmann.
Die Gemeinde Kutenholz überlegt, ob sie die Vermarktung der Grundstücke selbst übernehmen soll, um die Quadratmeterpreise niedrig zu halten. "Damit betreten wir Neuland", sagt Handelsmann. Es gebe bisher in der Samtgemeinde keinen Fall, bei dem die Kommune den Erwerb und Verkauf verwaltet habe. Ein Investor würde bei der geschätzten Verkaufszeit für alle Grundstücke von fünf bis zehn Jahren wegen des nötigen finanziellen Puffers, höhere Preise nehmen.
Ob sich die Gemeinde dafür entscheidet, hängt vor allem von der Finanzierbarkeit ab. Die Ratsmitglieder beraten darüber momentan nichtöffentlich. Würden die Bewohner aber großen Bedarf signalisieren, könnte das die Entscheidung erleichtern, sagt Handelsmann. Wer also überlegt, in Mulsum zu bauen, könne sich unverbindlich im Rathaus anmelden.
Eine offizielle Entscheidung wird voraussichtlich in zwei Monaten getroffen werden. Dann kann die Gemeinde oder gegebenenfalls ein Investor mit den Kaufverhandlungen mit den jetzigen Grundstückseigentümern beginnen. Diese haben bereits vorläufige Zustimmung bekundet.
Bereits bei der Planung des Wohngebietes Suerfeld vor 15 Jahren, ist die jetzt betrachtete Fläche als potenzielles Baugebiet eingeplant worden. Sie ist dementsprechend bereits im Flächennutzungsplan ausgezeichnet. Damals wurde auch das Wasserrückhaltebecken so geplant, dass es für dieses neue Baugebiet ausreichend Kapazitäten hat.