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Samtgemeinderat Fredenbeck trifft Entscheidungen zum Kita-Ausbau

Mit vier Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen die Ratsmitglieder die Kita-Erweiterung in Fredenbeck um zweieinhalb Räume (Foto: am)
am. Fredenbeck. Es waren unbequeme Entscheidungen, die die Ratsherren der Samtgemeinde Fredenbeck am vergangenen Donnerstag treffen mussten. Dementsprechend unzufrieden verließen auch einige Zuhörer am Ende der Sitzung den Saal. Zum einen waren es die Eltern und Erzieher, die eine Zweiteilung der Kita Kutenholz nicht gutheißen konnten, zum anderen die Schulleiterin der Geestlandschule Tanja Bovenschulte, die sich damit abfinden musste, insgesamt zweieinhalb Räume der Schule an die Kita "Haus für Kinder" in Fredenbeck, abzugeben.
Die Planung der Kita-Erweiterung in Kutenholz hatte zuletzt an Tempo zugenommen. Erst vor wenigen Monaten hatte Gerhard Seba das Thema eines Kita-Neubaus auf ins Gespräch gebracht (das WOCHENBLATT berichtete). Um nicht die Zuschüsse für die neuen Plätze zu gefährden, entwarf der beauftragte Architekt im Schnellverfahren drei Alternativvarianten zum Anbau. Im Rat diskutiert wurde schließlich der Neubau eines dreizügigen Gebäudes (rund 1,3 Millionen) und der Neubau eines zweizügigen Gebäudes (rund 880.000 Euro). Bei der zweiten Variante sollen die zwei Räume des jetzigen Regenbogenkindergartens weiter genutzt werden. Für weniger Geld könne man hier vier Räume nutzen, argumentierten die Befürworter.
Die finanzielle Situation ist angespannt. Die Samtgemeinde muss sparen. "Die Teilung der Kita ist pädagogisch nicht vertretbar", sagt hingegen Grünen-Ratsherr Wolfgang Weh. Dieser Meinung waren auch die anwesenden Eltern. Sie kritisierten zudem, dass der Boden im alten Gebäude erneuert werden müsste. Dafür sei aber kein Geld vorgesehen. Mit nur einer Gegenstimme beschlossen die Ratsmitglieder dennoch die günstige Variante.
Etwas anders gelagert war die Situation bei der Diskussion um die Kita "Haus für Kinder" in Fredenbeck: Hier standen die Interessen der Schule gegen die des Kindergartens. Die Samtgemeinde möchte hier, wie berichtet, eine Krippengruppe und ein Kooperationsgruppe einrichten. Zudem muss investiert werden, um die Brandschutzverordnungen einzuhalten und die Betriebserlaubnis zu erhalten. Der Umbau soll 570.000 Euro kosten. Nur die Umsetzung der Brandschutzverordnungen allein schlägt bereits mit 230.000 Euro zu Buche.
Tanja Bovenschulte hatte sich vor dem Hintergrund der Notsituation der Samtgemeinde bereit erklärt, die Räume abzugeben. Da die Kooperationsgruppe anders als angenommen in diesem Jahr nicht benötigt wird, hoffte die Schulleiterin doch zumindest einen der Räume für ihre Schüler behalten zu dürfen. Die Schule benötige diesen Raum, um ihr pädagogisches Konzept umsetzen zu können. "Die Raumsituation in der Geestlandschule ist im Vergleich zu anderen Schulen sehr gut", sagt Ralph Löblich, Erster Samtgemeinderat. Kita-Plätze seien hingegen immer noch knapp. Die Samtgemeinde baut als Kompensation einen neuen Raum an einem anderen Ort innerhalb der Schule.