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"Täglich Beinaheunfälle" / FWG bemängelt gefährliche Verkehrssituation in Fredenbeck

Hier hätte schon längst eine Straßeninsel stehen müssen, sagt die FWG in Fredenbeck (Foto: am)
am. Fredenbeck. Erst vor zwei Wochen gab es hier wieder einen Unfall. Auf der Hauptstraße (K1) in Fredenbeck in Höhe des Penny-Marktes prallte ein Motorradfahrer mit einem Kleinbus zusammen. Das hätte nicht passieren müssen, sagen Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft der Samtgemeinde Fredenbeck. Sie machen seit fast vier Jahren auf die gefährliche Straßensituation in diesem Bereich aufmerksam und fordern eine Insel als Querungshilfe. Bisher ist aber nichts passiert.
Die Straße ist viel befahren, die Kreuzung begünstigt gefährliche Situationen, da nicht erkennbar ist, ob blinkende Autos in den Wischhofsdamm oder auf den Penny-Parkplatz abbiegen möchten. "Hier kommt es fast täglich zu Beinaheunfällen", sagt Fraktionsvorsitzender der FWG, Ralf Helmecke. Ein weiteres Problem stellt die Hauptstraße selbst dar. "Wenn ich mir morgens Brötchen holen will, dann ist hier kein Durchkommen", sagt Dietz Bubbers, der im Rollstuhl sitzt. "Ich wurde auch schon regelrecht beschimpft, als ich die Straße überquert habe." Ähnlich gehe es vielen Rentnern, die wie er in dem Wohngebiet gegenüber des Supermarktes wohnen. Zudem steigen hier viele Schulkinder aus und ein.
2011 hat die FWG den ersten Antrag an den Landkreis gestellt. Dieser schickte eine Verkehrskommission. "Es wurde ein erhöhtes Verkehrsaufkommen festgestellt", sagt Jeanette Jacob, Vorsitzende der FWG. Der Landkreis hat daraufhin eine Ampel empfohlen. Für die Kosten sollte aber die Samtgemeinde aufkommen. Die Verkehrszahlen seien nicht hoch genug gewesen, als dass der Landkreis dafür die Kosten hätte übernehmen können, so Christian Schmidt, Sprecher des Landkreises. Dafür gebe es klare Richtlinien. Der Landkreis spielt den Ball weiter an die Samtgemeinde. Diese müsste zuerst die Bushaltestelle vor dem Penny-Markt verlegen, um Platz für eine Ampel zu schaffen.
"Der Rat geht der Ampel-Lösung nicht nach", sagt der Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann. Der potenzielle Übergang läge viel zu nah an der Kurve. "Man müsste eine Ampel vor der Ampel bauen, und das ist viel zu teuer."
Eine Ersatzbushaltestelle im Alten Stadtweg gibt es allerdings schon seit Längerem. Die FWG fragt sich, warum die von ihnen vorgeschlagene Insel nicht längst realisiert wurde. Diese könnte nicht nur das Wechseln der Straßenseite erleichtern, sondern auch den Verkehr beruhigen. "Wir müssen auf einen Fahrplanwechsel warten", sagt der Bürgermeister. Diesen gibt es zwei Mal im Jahr. Zusätzlich müsse der Bau der Insel in den Haushalt für 2016 eingeplant und vom Samtgemeinderat beschlossen werden. Dann könnte die Insel im nächsten Jahr relativ schnell umgesetzt werden. Es sei denn, es gebe viele andere wichtige Maßnahmen, die im Haushalt vorgezogen würden.