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Unterkunft für Menschen in Not?

In Kutenholz hat derzeit eine Harsefelder Familie, deren Haus abbrannte, Unterschlupf in einer Samtgemeindewohnung direkt über der Grundschule gefunden

Grüne wollen in Fredenbeck Wohnung bereithalten

Fredenbeck. Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht: Wenn ein Feuer, ein Wasserschaden oder ein massiver Schimmelbefall das Wohnen zu Hause unmöglich macht, werden Menschen von einem Moment auf den anderen obdachlos. Um diesen Leuten zu helfen, haben die Grünen der Samtgemeinde Fredenbeck vorgeschlagen, eine möblierte Zweieinhalb- bis Drei-Zimmer-Wohnung bereitzuhalten. Diese soll für eine bestimmte Zeit als Unterschlupf zur Verfügung gestellt werden. Der Antrag der Grünen wird auf der kommenden Sitzung des Finanz- und Personalausschusses der Samtgemeinde Fredenbeck am Montag, 21. Januar, diskutiert.
Die Wohnung könne zusammen mit Nachbargemeinden freigehalten werden, sagt Wolfgang Weh von den Grünen. Während der Nutzungszeit würde die Gemeinde Miete von der jeweiligen Versicherung erhalten.
Die Samtgemeinde Fredenbeck und ihre Mitgliedsgemeinden verfügen zur Zeit neben den Asylbewerber- und Obdachlosenunterkünften über elf Mietwohnungen. Diese sind fast ausschließlich unbefristet vermietet. In einer 88 Quadratmeter großen Wohnung im Obergeschoss der Kutenholzer Grundschule wohnt seit Oktober 2012 eine durch einen Brand in Harsefeld obdachlos gewordene sechsköpfige Familie. Eine weitere leer stehende Mietwohnung in Mulsum wurde kürzlich der örtlichen Feuerwehr zur Verfügung gestellt.
"Es ist wichtig, in Not geratenen Menschen zu helfen", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Friedhelm Helk. "Angesichts der Verschuldung der Samtgemeinde Fredenbeck halte ich es aber für unvertretbar, Wohnraum ohne Einnahme vorzuhalten." Denn Miete würde die Samtgemeinde schließlich nur dann erhalten, wenn die Wohnung genutzt wird.