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Zweiter Wohncontainer wird folgen

Nagmeldine (30) und Emad (22) sind zwei der 16 Bewohner des Wohncontainers

Fredenbeck wird 16 weitere Asylbewerber aufnehmen

sb. Fredenbeck. Außen Metall, innen eine spartanische Einrichtung: Anfang November zogen die ersten Asylbewerber in die Wohncontainer neben dem Feuerwehrgerätehaus in Fredenbeck ein. Insgesamt 15 Männer aus dem Sudan (Nordost-Afrika) zwischen 18 und 38 Jahren leben dort zusammen. Bis Mitte Dezember soll ein zweiter Gebäudekomplex für weitere 15 Personen folgen.

Die Fläche für das zweite Gebäude wurde bereits planiert, Hausanschlüsse müssen noch gelegt werden. Im Zuge der Baumaßnahmen soll die vorhandene Elektroheizung durch ein Flüssiggas-System ersetzt werden. Beide Komplexe werden nach Fertigstellung durch eine Überdachung miteinander verbunden.

Jeder Gebäudetrakt verfügt über fünf Schlafzimmer, zwei Aufenthaltsräume, eine Küche und ein Badezimmer. Jeweils drei Personen teilen sich einen kleinen Schlafraum.

"Die Grundmöblierung der Container ist nicht ausreichend", sagt Hans-Ulrich Schumacher, Bürgermeister von Fredenbeck. So mußte der Wohncontainer mit einem dritten Herd, Waschmaschine und Wäschetrockner sowie Tischen, Stühlen und einen Fernseher ausgestattet werden. Dringend benötigt werden schmale Regale. "Zur Not stapeln wir Ziegelsteine und legen Bretter als Regalböden zwischen die Steine", schlägt Gerhard Neumann vor, einer der Ehrenamtlichen, die sich um die Asylbewerber kümmern.

Mehrmals täglich schauen die Helfer in der Containerunterkunft vorbei, bringen z.B. Brotspenden vom örtlichen Bäcker und helfen bei der Organisation des Alltags. Montags bis donnerstags gibt es Deutschunterricht im Gemeindehaus. Dabei wird viel improvisiert, denn Lehrmaterial gibt es nicht. "Wir benennen Körperteile und Dinge des täglichen Lebens und üben einfache Sätze", sagt Hans-Hermann Glatz. Der pensionierte Lehrer engagiert sich gern für die Asylbewerber. "Die Männer sind ausgesprochen freundlich und offen und sehr um einen guten Ruf bemüht", sagt er. Zur Integration gehört auch der Sport. Viele der Afrikaner spielen gern Fußball und wurden von den Vereinen in Fredenbeck und in Deinste zum Training eingeladen.

Bürgermeister Hans-Ulrich Schumacher bittet Bürger, sich mit Sachspenden zunächst an ihn zu wenden. "Dringend benötigt werden Regale, Fahrräder und Winterkleidung", sagt er. Zudem hofft er auf Miet-Angebote für weiteren Wohnraum. Wer für Anschaffungen wie Schulbücher Geld spenden möchte, erhält nähere Informationen bei der Kirchengemeinde.