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Maibaumfest und Ausstellungs-Eröffnung

Führen durch die Ausstellung (v. li.): Frank Hofrichter, Heinz Rörup, Horst Hofrichter und Heinz Hauschild

Sonderschau berichtet von der Nachkriegszeit


sb. Kutenholz. Zu gleich zwei Veranstaltungen lädt der Heimatverein Kutenholz am Freitag, 1. Mai, ein. Neben dem traditionellen Maibaumfest wird im Heimathaus "Op de Heidloh" eine neue Ausstellung "Zweiter Weltkrieg - Ende und Anfang" eröffnet. Der Startschuss für beide Events fällt um 10.30 Uhr.

Zunächst stellen die Vereinsmitglieder mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr vor dem Heimathaus den Maibaum auf. Anschließend wird auf dem Festplatz bei allerlei kulinarischen Genüssen gefeiert. Dazu gibt es Vorführungen der Kindertheatergruppe des Heimatvereins, den Kutenholzer Trachtensingers und der Akkordeongruppe "MusiKuss" des Heimatvereins Fredenbeck.

Für ihre Ausstellung "1945 - Ende und Anfang" haben die Mitarbeiter des Handwerks- und Landwirtschaftsmuseums Kutenholz die Geschehnisse der letzten Kriegsmonate u.a. durch die Befragung von Zeitzeugen erforscht. Im Heimathaus präsentieren sie jetzt die Ergebnisse ihrer Recherchen mit spannenden Ausstellungsstücken.

So wird mit lebensgroßen Puppen, die einen Handwagen mit wenigen Besitztümern ziehen, die Flucht einer Familie auf die Stader Geest nachgestellt. Dazu werden auf Plakaten die Fluchtwege aufgezeigt und der Betrachter erfährt u.a., dass zwischen Mai 1945 und Juni 1946 in Kutenholz 498 Flüchtlinge ein neues Zuhause fanden. Weitere Plakate, z.T. sogar im Original, dokumentieren Bekanntmachungen und Verordnungen aus der Nachkriegszeit.

In Vitrinen werden Übergangsbriefmarken, Übergangsgeld und Lebensmittelmarken aus den Besatzungszonen präsentiert. Sehr anschaulich zeigt die Ausstellung zudem, wie gering die Lebensmittelrationen damals waren und wie erfinderisch die Bevölkerung darin war, ein neues Leben aufzubauen. Aus alten Uniformen wurden Bekleidungsstücke hergestellt, aus Fallschirmresten wurden Pullover und Strümpfe gestrickt. Ausgedientes Kriegsmaterial wurde zu Haushaltsgegenständen umfunktioniert. So entstand aus einer ehemaligen PAK-Munitionshülse ein Ofenrohr oder eine Milchkanne, ein alter Helm diente - mit diversen Löchern versehen - als Küchensieb.

• Die Ausstellung ist bis Jahresende während der Hauptveranstaltungen des Heimathauses sowie auf Anfrage geöffnet. Infos geben Horst Hofrichter, Tel. 04762 - 12 76, oder Heinz Hauschild, Tel. 04762 - 17 51. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung ist dank Treppenlift barrierefrei.