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Zeit des Wartens ist vorbei

Abfallberaterin Sabine Kiehl ist sehr zufrieden mit der neuen Anlage
Fredenbeck: Wertstoffhof |

Sanierter Wertstoffhof in Wedel wird gut angenommen

sb. Wedel. Seit gut einer Woche hat der Wertstoffhof in Fredenbeck-Wedel, Mulsumer Weg, wieder geöffnet. Sechs Monate hatten die Bauarbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Bauschuttdeponie gedauert. "Die moderne Anlage entspricht jetzt dem Stand der Technik und ist dank eines befestigten Bodens und Beladerampen viel verbraucherfreundlicher als zuvor", sagt Sabine Kehl, Abfallberaterin des Landkreises Stade.
Zufriedene Gesichter und ein strahlender Empfang am Eingang der Anlage. Die Fredenbecker freuen sich, dass sie "ihren" Wertstoff wieder benutzen können. Denn die Ausweichstation in Kutenholz war wegen personeller Engpässe seitens des Landkreises nur einmal pro Woche geöffnet gewesen - zeitweise sogar gar nicht (das WOCHENBLATT berichtete). "Zweimal musste ich zum Abfallwirtschaftszentrum nach Stade fahren, um altes Laminat zu entsorgen", sagt Martin Reichelt. Zufrieden versenkt der Fredenbecker seinen Sperrmüll in den bereit stehenden Container. Dank der Entladerampe, die sich fast in Höhe des Containerrandes befindet, muss er sich dafür nicht einmal strecken.
Bereits zum dritten Mal an diesem Tag nähert sich ein merkwürdiges Gefährt dem Wertstoffhof: ein Rasenmähertrecker, der einen kleinen Anhänger hinter sich herzieht. Freundlich begrüßen die Wertstoffhof-Mitarbeiter Regina Seemann und Gerd Eugen Schleusener ihren Kunden Uwe Pusch. Während Regina Seemann die Menge des Mülls schätzt und diese an ihren Kollegen weitergibt, übernimmt dieser das Errechnen der Gebühren und das Kassieren des Geldes. "Die alten Blumentöpfe und das Steingut kannst Du da hinten loswerden", sagt die Mitarbeiterin und weist dem Wedeler den Weg zum passenden Container.
Beim Wertstoffhof in Wedel werden Grünabfälle, Schrott, Sperrmüll, Hausmüll, Holz, Elektrogeräte und Bauschutt angenommen. Die Gartenabfälle werden im Abfallwirtschaftszentrum in Stade kompostiert, der Kompost wird zum Kauf angeboten. "Die Kompostierung ist sehr aufwendig", sagt Sabine Kiehl. "Deshalb müssen wir sowohl für die Annahme der Grünabfälle als auch für das Endprodukt Geld nehmen, ohne dabei etwas zu verdienen."
Die Gesamtkosten für die neue Anlage in Höhe von rund einer Millionen Euro trägt der Landkreis Stade.
Öffnungszeiten: samstags von 8 bis 12 Uhr, mittwochs von 10 bis 17.30 Uhr (November bis Februar bis 16.30 Uhr).