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Das erhoffte Wunder blieb aus

Jonas Buhrfeind blieb im Spiel gegen Burgdorf ohne Treffer

VfL Fredenbeck steht nach der schlimmen Niederlage gegen Burgdorf mit dem Rücken zur Wand / Spitzenreiter kommt


ig. Fredenbeck. Der Trainer sollte und wollte nach der Niederlage 25:31-gegen den punktegleichen Tabellen-Dreizehnten, TSV Burgdorf II, nicht auf der Pressekonferenz zu den Fans sprechen. "Das haben wir im Management mit dem Coach so abgesprochen", erläuterte Manager Hajo Klintworth. "Sprachrohr" wurden die Spieler Fabian Schulte-Berthold, Birger Tetzlaff und Benedikt Phillippi. Aber auch sie fanden keine Erklärung dafür, woran es hapert. "Wieder das zweite Gesicht gezeigt", so Schulte-Berthold zu den VfL-Anhängern. Und weiter: "Wir wissen nicht, woran es liegt." Die Punkte müsse sich der VfL jetzt woanders holen, gab sich Tetzlaff kämpferisch.
Das wird schwer: Im nächsten Heimspiel am Samstag, 9. November, trifft Fredenbeck auf den Spitzenreiter Henstedt-Ulzburg. Klar ist: Mit einer Leistung wie in der Partie gegen Burgdorfs Zweite gibt es gegen den Titelaspiranten eine noch größere Packung. Die Entscheidung im Heimspiel gegen Burgdorf fiel bereits in der ersten Viertelstunde. Fredenbeck lag mit 6:11 zurück. Diesem Rückstand liefen die Gastgeber bis zum Ende hinterher. Die Fredenbecker fanden gegen die offensive Gäste-Abwehr keine Mittel. Die Spieler verzettelten sich oft in Einzelaktionen oder verloren den Ball im Spielaufbau. Der eigentliche Schwachpunkt im ersten Durchgang war die Abwehr: Die Burgdorfer Rückraumspieler trafen nach Belieben. VfL-Keeper "Eddie" Kuksa hatte kaum einen Ball anfassen können. Nach dem 11:6 setzte sich Burgdorf zur Pause auf 12:20 ab.
Alles schien gelaufen - nur noch eine Frage der Höhe, mit der das VfL-Team untergehen würde. Doch nach dem Seitenwechsel zeigte der VfL ein anderes Bild. Trainer Inderthal beorderte den A-Jugendlichen Jonas Vonnahme in die Abwehr. Ein weise Entscheidung: Der Jung-Handballer blockte Würfe ab, störte mit Erfolg den Spielaufbau der Gäste: Ein Ball nach dem anderen wurde vergeben. Burgdorf gelang in 15 Minuten nur noch fünf Tore. Fredenbeck verpasste aber in dieser Phase, vorhandene Chancen zu nutzen. Mehrfach standen die Außenspieler oder der Kreisläufer frei vor Burgdorfs Keeper - und trafen nicht. Summe der Treffer über außen: null. Auch die Rückraumspieler - mit Ausnahme von Maciek Tluczynski - erwischten einen schlechten Tag. Der ehemalige Burgdorfer Tluczynski, der elf Treffer markierte, war kaum zu stoppen.
Als der Rückraum-Spezialist beim 19:25 schließlich einen Siebenmeter vergab und der VfL in der Folge in Unterzahl spielte, setzte sich Burgdorf wieder auf 27:19 ab. Die Aufholjagd war beendet, das erhoffte Wunder nach der Pause blieb aus. Positiv: Die Fans stehen zu ihrem VfL - peitschten das Team immer wieder nach vorne.