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Der Startrainer war überrascht

Fredenbeck hält sich wacker gegen den THW Kiel


ig. Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck verlor in Essen das Handball-Pokalspiel gegen den Deutschen Meister THW Kiel mit 18:39 (6:16), erreichte knapp sein "Wunschergebnis": Weniger als 40 Tore einfangen und 20 Treffer erzielen.

Die Zebras begannen vor rund 1.500 Zuschauern in der Essener "Sporthalle am Hallo“ nervös und fahrig. Der Außenseiter aus Fredenbeck setzte in den ersten Minuten angepeitscht von etwa 60 mitgereisten Fans die Akzente, führte nach wenigen Minuten mit 5:3. Anschließend parierte Edgars Kuksa sogar einen Siebenmeter von Kiels Joan Canellas Reixach. Trainer Alfred Gislason war nicht zufrieden mit dem Auftritt des deutschen Rekordmeisters, nahm bereits nach elfeinhalb Minuten eine Auszeit. Danach wurde Kiel seiner Favoritenrolle gerecht, führte zur Pause schon mit 16:6. Der Schlüssel zum Umbruch war die Umstellung auf eine 3:2:1-Deckung. In der zweiten Halbzeit spielten die Zebras konsequenter, ließen nichts mehr anbrennen und gewannen hochverdient. Bei den Niedersachsen fehlten mit Maciek Tluczynski und Neuzugang Sasa Todosijevic zwei wichtige Spieler.

"Ich war überrascht, wie gut Fredenbeck am Anfang war", sagte THW-Coach Gislason nach der Partie. "Wir haben extrem schlecht angefangen und ohne Kopf gespielt." Der Sieg sei aber viel zu hoch ausgefallen. Den VfL Fredenbeck störte die Niederlage nicht. "Die Führung in der ersten Halbzeit war eine schöne Momentaufnahme. Aber es war klar, dass vom THW noch etwas kommen würde", so VfL-Spieler Lars Kratzenberg, mit sechs Treffern erfolgreichster VfL-Schütze. "Die körperlichen Unterschiede sind zwischen Bundesliga und Dritter Liga einfach zu groß."

Sauer reagierten die Fans und die VfL-Führungsetage über den neuen DHB-Modus. "Eine spärlich gefüllte Halle. Für Stimmung sorgten nur unsere Fans", so Geschäftsführer Ulli Koch. Nach dem Schlusspfiff gab es für die VfL-Akteure von den Anhängern tosenden Beifall. Am 26. August empfängt der VfL in einem Freundschaftsspiel die moldawische Erstliga-Mannschaft HC Olimpus-85-USEFS in der Geestlandhalle. Anpfiff:18 Uhr.