Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Eine schöne Bescherung!

Nicht zu bremsen - Lars Kratzenberg erzielte neun Tore
 
Jubel bei den Fredenbeckern nach dem Sieg (Foto: oh)

Fredenbeck besiegt im letzten Spiel des Jahres Habenhausen mit 31:29 / Dramatik und Spannung bis zum Abpfiff

ig. Fredenbeck. Fredenbecks Pressesprecher Jörg Potreck erwies sich als Hellseher. Im VfL-Stadionheft "Kreisläufer" sagt er das Ergebnis des Kellerduells in der Dritten Liga fast richtig voraus: Fredenbecks Youngster putzen Habenhausen mit 32:28." Stimmte nicht ganz: Der VfL gewann sein letztes Heimspiel in diesem Jahr vor 700 Zuschauern mit 31:29 - und ließ die Geestlandhalle zum "Tollhaus" werden. Denn der VfL machte es bis zum Abpfiff wieder spannend.
Den ersten Durchgang bestimmten die Gäste aus Bremen. Fredenbeck. Das Team von Uwe Inderthal leistete sich viele Fehler. "Jetzt weiß ich auch, woher ich die vielen grauen Haare bekomme", so der Coach später auf der Pressekonferenz. Habenhausen setzte sich nach 25 Minuten auf 14:10 ab. Danach drehte der VfL auf. Zwei Treffer von Benedict Philippi, drei weitere Tore von Ghenadi Golovici und Lukas Kraeft sorgten für eine 15:14-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel baute Fredenbeck den Vorsprung in der 45. Minute auf 23:19 aus. Die Partie schien entschieden. Doch in den letzten zehn Minuten kippte das Spiel wieder. Pascal Czaplinski (51. Min.) und Birger Tetzlaff (52.) erhielten Zeitstrafen. Der VfL stand den Bremern nur noch mit vier Feldspielern gegenüber. Yannick Schäfer brachte die Hanseaten wieder mit einem 27:26 in Führung. Danach musste Fredenbecks Keeper Edgars Kuksa wegen Meckerns auf die Strafbank. Das rief den Zorn des Trainers hervor. "In dieser Situation muss er sich im Griff haben", grantelte Inderthal.
30 Sekunde später folgte ihm Benedict Philippi - der VfL erneut in 4:6-Unterzahl! Björn Wähmann erhöhte per Siebenmeter zum 28:26 für Habenhausen. Als in den nächsten Minuten auch zwei Bremer auf die Strafbank geschickt wurden, nutzte Fredenbeck die Chance. Lars Kratzenberg traf in der 58. Minute zum 28:28-Ausgleich. Ein letztes Mal gingen die Gäste mit 29:28 in Führung. Danach bestrafte Fredenbeck die technischen Fehler der Habenhausener mit schnellen Gegentoren. Lukas Kraeft markierte den Ausgleich. Ghenadi Golovici traf zur 30:29-Führung, der er schließlich noch einen weiteren Treffer drauf setzte.
Gäste-Trainer Lars Müller Hermann war sauer. "Sein Team habe sich in den letzten Minuten einfach zu blöde angestellt. Wir hätten das Spiel breit machen oder zumindest Ruhe bewahren müssen“, monierte er. VfL-Coach Inderthal lobte den Kraftakt seines Teams. "Wie diese Mannschaft zurück in Spiel fand und kämpfte, das verdient Respekt." Mit dieser Einstellung sei ihm in der Rückrunde nicht bange. "So können wir auch am 25. Januar gegen Beckdorf bestehen." Was den Coach auch freute: "Heute haben wir endlich mal über außen die Tore gemacht". Insgesamt waren es zwölf Treffer.
Bis zum nächsten Punktspiel haben die Fredenbecker jetzt vier Wochen Zeit. Dann werden die Verletzten Robert Kieliba und Maciek Tluczynski wieder mit an Bord sein. Aus den letzten sechs Heimspielen will die Inderthal-Crew sechs Heimsiege und mit einem kompletten Kader mindestens zwei Auswärtssiege einfahren. Dann stehen am Ende der Saison 24 Punkte auf dem Konto. "Reicht für den Klassenerhalt", so der Übungsleiter.