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Große Schwächen in der Abwehr

Sebastian Rumniak kam auf drei Treffer
 
Jonas Buhrfeind kam auf sieben Tore
36:38! Drittligist VFL Fredenbeck verliert Top-Spiel gegen Tabellenführer HSG Nord Hu / Schwache Leistung der Keeper /Potsdam der nächste Gegner
ig. Fredenbeck. Ein Handballteam verliert – und wird trotz der Niederlage von den Fans gefeiert. Zu erleben am vergangenen Mittwoch in der Fredenbecker Geestlandhalle nach dem torreichen 36:38-des VfL Fredenbeck gegen die HSG Nord Hu. Die Fredenbecker lagen schon mit 28:35 zurück, starteten dann die Aufholjagd, kämpften sich noch einmal auf zwei Tore heran. Sogar ein Sieg wäre möglich gewesen. „Wenn uns das Glück ein wenig zur Seite gestanden hätte“, so VfL-Rückraum-Spezialist Maciek Tluczynski.
Die HSG übernahm zumindest bis zum Wochenende die Tabellenführung. Mit einem Erfolg in Altjührden und der besseren Tordifferenz könnte Altenholz aber wieder vorbeiziehen. Erfolgreichster VfL-Torschütze: Jürgen Steinscherer (11/2).
Durch die dritte Saison-Niederlage hat das Team von Trainer Andreas Ott im Rennen um eine Spitzenplatzierung vorerst den Anschluss verloren. Die Zuschauer erlebten ein temporeiches Spiel, in dem auf beiden Seiten die Abwehr nicht gerade glänzte. Auch Fredenbecks Torhüter, Edgars Kuksa und Fabian Piatke, erwischten keinen guten Tag, kamen zusammen auf nur sechs gehaltene Bälle. Nur gut, dass die Gäste-Keeper auch nicht besser hielten. Die Abwehrleistung sei schlecht gewesen, übte Keeper Kuksa später Selbstkritik. Der VfL habe nicht als Einheit agiert.
In der elften Minute erzielte Jonas Buhrfeind den ersten Führungstreffer des VfL zum 8:7. Danach ging es hin und her. Die Gäste übernahmen wieder die Führung, setzten sich kurz vor der Pause mit drei Toren ab. Mit dem Pausenpfiff verkürzte Lars Kratzenberg zum umjubelten 20:22. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel. Fredenbeck hatte Pech im Abschluss - die Gäste setzten sich nach einer Viertelstunde mit sechs Toren ab. "Da haben wir den Kopf verloren", sagt Trainer Ott. "Auch fielen unglückliche Entscheidungen der Schiris gegen uns VfL."
Im Fredenbecker Angriff konzentrierte sich jetzt alles auf den Rückraum. den die Gäste mit offensiven Abwehr störten. Zehn Minuten vor dem Abpfiff dann die Schlussoffensive des Fredenbecker Teams, in der Lars Kratzenberg und Jürgen Steinscherer mit wichtigen Toren glänzten. Spielstand zwei Minuten vor dem Abpfiff: 36:38. Selbst das 37:38 hatte der VfL in der Hand. Ott lobte auf der Pressekonferenz den Kampfgeist seiner Crew. Es ärgere ihn aber, dass seine Mannschaft ihre Leistung nicht über 60 Minuten bringe. Auch habe sich sein Team nicht optimal auf das Top-Spiel vorbereiten können. Die Notbeleuchtung funktioniere nicht, sei defekt. Die Reparatur soll Wochen dauern. Trainiert werden dürfe nur bei Tageslicht, oft wurde die Halle auch gesperrt. So musste seine Crew nach Wiepenkathen ausweichen. Und dort herrsche "Backe-Verbot", so der Coach. Und ohne "Klebe" sei Training nicht möglich. Für das Spiel gegen die HSG wurde extra ein Notgenerator aufgestellt.
In der Dritten Liga Nord hat Fredenbeck jetzt fünf Punkte Rückstand zum neuen Spitzenreiter. Und die Aufgaben werden in den kommenden Wochen nicht leichter. Nächster Auswärts-Gegner: der Tabellendritte Potsdam. Der nächste Heimgegner: 26. November, Top-Aufstiegskandidat Altenholz.