Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Großer Schritt zum Klassenverbleib

Jubel nach dem Sieg über Großburgwedel: Der Klassenerhalt rückt näher (Foto: ig)
ig. Fredenbeck. Ältere Fans des VfL Fredenbeck können sich noch genau an das Jahr 1988 erinnern. Vor 25 Jahren stieg der Geestclub erstmals in die 1. Bundesliga auf. Am vergangenen Samstag hoben VfL-Fans Schilder mit der Zahl „88“ in die Höhe, um die Handballer im Heimspiel gegen Großburgwedel an das historische Ereignis zu erinnern. „Wir wollten das Team im Abstiegskampf motivieren“, so ein VfL-Anhänger.

Das klappte. Fredenbeck besiegte die Gäste aus Nähe von Hannover mit 31:29, vollzieht einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Den hat Kreisnachbar SV Beckdorf mit seinem 30:29 beim HSV Hannover jetzt auch rechnerisch perfekt gemacht.

Als VfL-Hallensprecher Dirk Ludewig nach dem Schlusspfiff bekannt gab, dass die SG Flensburg/Handewitt II ihr Auswärtsspiel bei der HSG Lemgo II mit 31:33 verlor, brach in der Geestlandhalle großer Jubel aus. „Wir sind auf einem guten Weg“, freute sich VfL-Trainer Uwe Inderthal. Er hofft auf einen Sieg der Beckdorfer am kommenden Samstag gegen Flensburg II. „Dann sind wir durch und könnten uns sogar noch zwei Niederlagen leisten." Andernfalls muss der VfL am 11. Mai alles klar machen, wenn Minden um 19 Uhr in der Geestlandhalle aufläuft.

Die Fredenbecker konnten besonders in der ersten Hälfte überzeugen, machten es dann – wie schon häufig vor heimischen Fans – in den Schlussminuten noch einmal spannend. Der Trainer nahm fünf Minuten vor dem Abpfiff eine Auszeit, um seine Mannschaft aufzufordern, die 29:23-Führung noch einmal auszubauen. Das ging schief: Die Pause brachte seine Handballer aus dem Spielrhythmus. Das Team leistete sich vier Abspielfehler nacheinander – die Gäste holten Tor um Tor auf. Spielstand 90 Sekunden vor Schluss: 29:27. Erst Lars Kratzenberg machte dann alles klar.

„Warum die Auszeit?“, wird der Coach auf der Pressekonferenz gefragt. Begründung: „Dann hätten wir die 33:40-Niederlage aus dem Hinspiel wettgemacht, stünden bei Punktegleichheit in der Tabelle vor Großburgwedel.“ Inderthal übte jedoch Selbstkritik: „Die Auszeit war ein Fehler.“

Jubeln konnten am Wochenende auch die Handballer des SV Beckdorf. Die Mannschaft von Trainer Lars Dammann besiegte HSV Hannover mit 30:29. Kommentar des Coaches: „Wir haben endlich wieder die richtige Einstellung an den Tag gelegt.“ Bitter für den SV: Das wegen eines defekten Hallenbodens ausgefallene Spiel gegen Oranienburg wurde als Niederlage für Beckdorf gewertet. Das nächste SV-Spiel: Samstag, 4. Mai, gegen die Bundesliga-Reserve aus Flensburg. Beginn in der Buxtehuder Halle Nord: 19 Uhr.