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"Hier wurde ein Mensch demontiert!"

Schluss nach eineinhalb Jahren - Uwe Inderthal

Uwe Inderthal ist nicht mehr Trainer beim Drittligisten Fredenbeck / Andreas Ott tritt die Nachfolge an

ig. Buxtehude. Paukenschlag beim VfL Fredenbeck! Uwe Inderthal ist nicht mehr Trainer beim Handball-Drittligisten. Mit Wirkung vom 23. Dezember wurde der Coach von seinem Amt freigestellt. Die Position des Geschäftsführers, die Inderthal ebenfalls bekleidet, ist hiervon unberührt. Das war das Ergebnis einer Krisensitzung des Vorstandes kurz vor dem Jahreswechsel. Bei der Suche nach einem Nachfolger ist der VfL schnell fündig geworden, hat sich für eine vereinsinterne Lösung entschieden: Andreas Ott, Trainer des VfL-A-Jugend-Oberliga-Teams, führt ab jetzt die Regie, soll für den Klassenverbleib sorgen. "Ott wird zweigleisig fahren, als Jugendtrainer bis zum Saisonende weitermachen", sagt VfL-Boss Klaus Wick. "Und er bleibt Coach - in der Dritten Liga oder Oberliga."
Warum die Freistellung von Uwe Inderthal? "Die sportliche Entwicklung habe sich aber nicht so dargestellt wie erhofft, resümiert Wick. "Und die seit der Verpflichtung von Inderthal ständige und zum Teil weit unter die Gürtellinie gehende Kritik und die damit verbundenen Anfeindungen aus dem Umfeld des VfL haben ebenfalls zur Freistellung beigetragen." Dann fährt der Vorsitzende scharfe Geschütze auf: "Teile der Mannschaft standen nicht mehr hinter dem Trainer. Charakterlich haben diese Spieler nicht nur ihrem Trainer, sondern auch dem VfL Fredenbeck einen wahren Bärendienst erwiesen." Eigentlich müsste man bei vier bis fünf Spielern Konsequenzen ziehen. Dann sei aber der Klassenerhalt mehr als gefährdet.
Der Coach sei regelrecht demontiert wurden. Wie hier miteinander umgegangen wurde, entbehre jeder Grundlage. Wie stark Inderthal für den VfL empfinde, zeige sein weiteres Engagement als Geschäftsführer. Der Vorsitzende wünscht sich, dass die Kritiker dem neuen Coach eine Chance geben. "Ott hat neun Jahre für den VfL erfolgreiche Jugendarbeit geleistet. Auch vor zwei Jahren in einer Notsituation bei der Ersten ausgeholfen."
Bekannt wurde auch die Verpflichtung eines neuen Spielers: In der Rückrunde streift sich Roman Flatau das VfL-Trikot über. Der 24-jährige Kreisläufer spielte zuletzt in Bissendorf in der Oberliga und soll Birger Tetzlaff beerben, der seine langjährige Karriere beim VfL zum Jahresende beendet. Der neue Akteur soll die Lücke schließen, die Tetzlaff hinterlässt. Der Kreisläufer hatte bereits vor mehreren Wochen aus persönlichen Gründen um eine Vertragsauflösung zum 31. Januar 2013 gebeten.