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Andreas Ott ist wütend - seine Akteure sind zu harmlos

Fredenbeck vergibt Chance auf direkten Klassenerhalt / Am 24. Mai kommt Aschersleben zum Relegationsspiel nach Beckdorf


ig. Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck hat die große Chance auf den direkten Klassenerhalt verpasst. Im letzten Spiel der Saison verlor der Geestclub gegen die HSG Lemgo II mit 17:30. Dabei hatte der SV Beckdorf vorgelegt, seinen Part erfüllt, zeitgleich gegen den TSV Burgdorf II mit 38:31 gewonnen. Jetzt heißt es: Kräfte bündeln - und dann rein ins Getümmel. Der VfL fiebert der Relegation gegen Aschersleben am Samstag, 24. Mai, in Beckdorf entgegen. Beginn der Schicksals-Partie in der Sporthalle auf dem Delm: 16.30 Uhr.

VfL-Trainer Andreas Ott geht mit einem vorsichtigen Optimismus in das Spiel. Der Kontrahent stelle eine starke Crew. "Wir könnn punkten, wenn wir die Köpfe frei bekommen." Auf keinen Fall dürfe sein Club so harmlos auftreten wie gegen Lemgo, sich Fehlwürfe leisten wie gegen Lemgo II. "13 Würfe frei vorm Tor. Und nicht getroffen", schimpft der Coach.

Der VfL erwischte einen schlechten Start, lag schon nach acht Minuten vor 800 Zuschauern mit 2:8 hinten. Lemgo trat in Bestbesetzung an, hatte sogar Spieler aus Hamm (mit Doppelspielberechtigung) dabei. Körperlich war der VfL den großen Spielern der HSG unterlegen. Die Rückraumspieler des VfL taten sich gegen die Abwehr und Lemgos Keeper schwer. Maciek Tluczynski erzielte kein Feldtor, Benedict Philippi nur eins.

"Mit einer so mageren Rückraumausbeute kann man in der Dritten Liga nicht bestehen", sagt VfL-Pressesprecher Jörg Potreck. Ohne den Druck aus dem Rückraum blieben auch die Anspiele an den Kreisläufer aus. Fabian Schulte-Berthold musste pausieren. Für ihn stand Roman Flatau auf verlorenem Posten. Er gab spielerisch keine Ideen, die Außenspieler einzubinden.

Im Fredenbecker Rückraum bemühte sich Lars Kratzenberg (fünf Tore). Sein Treffer zum 10:14-Anschluss kurz nach der Pause ließ die Zuschauer noch einmal hoffen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Beckdorfer gegen Burgdorf noch mit zwei Toren hinten. Doch der SV drehte das Spiel, besiegte Burgdorf deutlich.

An den Fans hat es nicht gelegen, dass der VfL eine Niederlage einfuhr. Die Anhänger feuerten ihr Team bis zum Schluss frenetisch an, sorgten für prächtige Stimmung. Mit dem Abpfiff trat aber grenzenlose Enttäuschung ein. Und Stille, die erst wieder durch Applaus aufgelöst wurde, als die Spieler ein Plakat mit der Botschaft "Ein Dorf, ein Verein! VfL-Fans, vielen Dank" ausrollten.

Kurz vor Spielbeginn wurden Birger Tetzlaff, Pascal Czaplinski und Lukas Kraeft aus dem VfL-Kader verabschiedet.

Und: Andreas Ott bleibt dem VfL als Trainer erhalten. Mit neuen Spielern wird noch nicht verhandelt. "Es gibt interessierte Akteure. Aber nur, wenn wir in der Dritten Liga bleiben", so Manager Hajo Klintworth.