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"Jetzt wollen wir die Meisterschaft!"

 

Dritte Liga: Der VfL Fredenbeck besiegt im Gipfeltreffen Krefeld und führt die Tabelle an


ig. Fredenbeck. Der "Wahnsinn" geht weiter! Der VfL Fredenbeck klopft kräftig an die Tür zur 2. Handball-Bundesliga. Am vergangenen Samstag besiegte das Team von Trainer Andreas Ott im Gipfeltreffen die HSG Krefeld mit 27:26, ist aktuell alleiniger Tabellenführer mit Abstand zum Tabellenzweiten. "Als Spitzenreiter müssen wir uns jetzt natürlich Gedanken machen über den möglichen Aufstieg", sagt Team-Manager Hajo Klintworth. "Gespräche werden schon geführt." Das "Kleingeld" fehle noch. "Wir werden nach weiteren Sponsoren suchen müssen."

Zum Spiel: Obwohl es in diesem Duell um die Tabellenführung ging, wurde die Partie äußerst fair geführt. Beispiel: Fredenbecks Linksaußen Jürgen Steinscherer kommt in der 37. Minute bei einem Tempogegenstoß im Laufduell mit einem HSG-Spieler zu Fall. Der Schiri pocht auf Siebenmeter und eine Zweiminutenstrafe. Auf Bitten der Krefelder Spieler aber geht Steinscherer zum Schiedsrichter, erklärt, nicht gefoult, vielmehr ausgerutscht zu sein. Die Folge: Der Unparteiische nimmt die Entscheidung zurück. "Diese Aktion des Fredenbecker Spielers verdient größte Anerkennung", zollte HSG-Trainer Olaf Mast später seinen Respekt.
Keine Mannschaft konnte sich in Halbzeit eins absetzen. Erst nach dem 4:4 hatte der VfL leichte Vorteile, erhöhte durch die Treffer von Fabian Schulte-Berthold, Jonas Vonnahme und Bennet Kretschmer zum 9:6 (12. min). Die Gastgeber blieben dran, verkürzten auf 9:10. Pausenstand: 15:13 für den VfL.
Im zweiten Durchgang blieb es spannend. HSG-Akteur Tim Gentges traf in der 32. Minute zum Ausgleich, 15:15. Als Krefelds Lukas Schmitz zehn Minuten später das 21:18 für die HSG erzielte, drohte die Begegnung zu kippen. Drei Tore in Folge von Lars Kratzenberg brachten den VfL zurück ins Spiel. In den letzten zwölf Minuten wechselte die Führung ständig. Vorteil für den VfL: Der hatte mit seinen Fans den achten Mann im Rücken. In der 58. Minute erzielte Jonas Buhrfeind das 26:25 für den VfL Fredenbeck. Krefeld gelang das 26:26, 75 Sekunden vor dem Abpfiff. Dann der Moment für Maciek Tluczynski: Der Fredenbecker schraubt sich in die Lüfte, trifft zum 27:26 für Fredenbeck. Noch drei Sekunden sind nach dem Treffer zu spielen. Krefeld kommt in dieser kurzen Zeit nicht mehr zum Torwurf. Die Schlusssirene heult auf, die mitgereisten VfL Fans stürmen das Feld, intonieren lautstark Auswärtssieg, Spitzenreiter und Meisterschaft.

VfL-Trainer Andreas Ott war von der Leistung seines Teams begeistert: "Ein Riesenschritt, um unter den ersten drei Mannschaften zu bleiben." Krefelds Trainer lobte bei der Pressekonferenz: "Glückwunsch an Fredenbeck, speziell an Jürgen Steinscherer. Der hatte tolle Aktionen, das habe ich selten erlebt."
Am Sonntag verabredeten sich spontan VfL-Anhänger vor der Geestlandhalle, um mit einem Autokorso durch Fredenbeck ihre Verbundenheit zum Team zu zeigen. Das nächste Spiel: 17. Januar auswärts gegen den Tabellenletzten ATSV Habenhausen.